Mord an Saif al-Islam Gaddafi: Täter nach 100 Tagen immer noch auf freiem Fuß
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Start einer großen internationalen Petition auf der Website Change.org unter dem Titel „100 Days Without Justice“ (https://www.change.org/p/arrest-the-assassins-of-dr-saif-al-islam-end-the-protection-of-his-killers). Diese digitale Initiative zielt darauf ab, globalen rechtlichen Druck zu mobilisieren, um die Hintergründe des Mordanschlags vom 3. Februar aufzudecken.
Die rechtlichen Aktivitäten und der
Druck des Volkes in Libyen zur Forderung nach Aufklärung der Umstände des
Mordes an Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi haben sich 100 Tage nach der Tat
verstärkt.
Obwohl die Täter bekannt sind, wurden sie bisher nicht verhaftet. Nicht nur
Gaddafi-Unterstützer klagen die Stämme von Zintan an und fordern den
Innenminister der Dabaiba-‘Regierung’ zum Rücktritt oder zum Handeln auf.
Wie soll es in Libyen zu echten Wahlen kommen, wenn jeder missliebige Kandidat
im Vorfeld damit rechnen muss, ermordet zu werden?
Politische Gegner durch Mord beseitigen – barbarische Zeiten.
Am Dienstag, den 3. Februar 2026, wurde Saif al-Islam Gaddafi im Garten seines Hauses in az-Zintan erschossen. Gegen 18 Uhr drangen zwei Bewaffnete in sein Anwesen ein, während zwei Komplizen den Zugang sicherten. Die Ermordung von Saif al-Islam sandte Schockwellen durch Libyen.
Stellungnahmen anlässlich der verstrichenen 100 Tage seit dem Mord an Saif al-Islam Gaddafi:
+ Die Konferenz der sozialen und politischen Akteure und
zivilgesellschaftlichen Institutionen im Fessan forderte den Generalstaatsanwalt
am 13. Mai auf, den Grund für die Verzögerung bei der Festnahme der am Mord
an Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi Beteiligten zu erläutern. Seit dem
Verbrechen seien 100 Tage vergangen.
Die ‚Regierung‘ wurde aufgefordert, ein qualifiziertes und unabhängiges Team
zu beauftragen, die Kriminellen zu verfolgen, die Dr. Saif
al-Islam Muammar al-Gaddafi ermordet haben, und sie der Justiz zuzuführen.
Falls die Lähmung weiter bestehe, werde die Internationalisierung des
Falls gefordert.
Das Verbrechen stieß auf eine breite Welle
der Empörung auf internationaler und afrikanischer Ebene, wobei
mehrere Länder den Mord verurteilten, darunter, neben der UN-Mission und
der Afrikanischen Union, auch Russland.
Die Scheichs der Stadtviertel der Gemeinde Zintan hatten noch weniger
als einen Monat vor dem Mord, am 9. Januar, eine Erklärung unterzeichnet,
in der sie Saif al-Islam angriffen. Dies deute auf eine Beteiligung
an oder auf Anstiftung zum Verbrechen hin.
Der Generalstaatsanwalt verkündete im März,dass drei Tatverdächtige
identifiziert seien und erließ Haftbefehle. Der Innenminister von Dabaiba, at-Trabelsi,
der aus Zintan stammt, hat bis heute die Haftbefehle gegen Husam
al-Hasi und Schawqi al-Bukusch, beide aus Zintan, nicht
vollstrecken lassen. Die beiden Gesuchten nahmen erst im April unbehelligt
an der Hochzeitsfeier von Abdelsalam Zubi teil. Sowohl Imad at-Trabelsi
als auch sein Bruder Abdullah taten ihre Absicht kund,
aufgrund der heiklen Situation in Zintan in diesem Fall nicht mit der
Staatsanwaltschaft zu kooperieren.
Saif al-Islam al-Gaddafi war stark in die Bemühungen um die libysche
nationale Versöhnung involviert und betrachtete sie als Basis für den
Ausstieg aus der Spaltung; sein Team trug zur Ausarbeitung der Charta
des nationalen Friedens unter der Schirmherrschaft der Afrikanischen
Union bei.
Das Verbrechen fiel aufgrund einer Entscheidung, an der interne
Parteien beteiligt waren, möglicherweise mit Anstiftung durch
internationale Parteien.
+ Team von Saif al-Islam Gaddafi: Dass seit
dem Mord an Saif al-Islam Gaddafi 100 Tage vergangen sind, ohne dass
tatsächlich Maßnahmen ergriffen wurden, beschädigt das Ansehen
der Justizbehörde. Das Schweigen angesichts des Verbrechens
könne als indirekte Beteiligung daran ausgelegt werden.
Die unterlassene Umsetzung der Haftbefehle stelle einen schwerwiegenden Verstoß
gegen die Pflichten der Justiz dar. Dies sende die gefährliche
Botschaft, dass das Gesetz in Libyen selektiv angewendet
werde.
„Wir werden nicht zulassen, dass der Mord an Saif al-Islam Gaddafi zu
den Akten gelegt wird.“
+ Youth League von Gharyan: Wir verurteilen das
Schweigen, das 100 Tage seit der Ermordung von Dr. Saif al-Islam Muammar
al-Gaddafi immer noch anhält.
Die Durchsetzung des Rechts und die Aufdeckung aller
Tatumstände sei eine nationale Pflicht, die keinen Aufschub dulde.
+ Liga der Gefangenen der Unterstützer des Volksdemokratischen
Systems: 100 Tage sind vergangen seit dem
Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten und Führer des nationalen
Versöhnungsprojekts, Dr. Saif al-Islam al-Gaddafi, während die Unklarheit
anhält und die offiziellen Stellen schweigen – bei einem Fall, der
die libysche Bevölkerung erschüttert hat.
„Wir machen bestimmte Kreise in der Stadt Zintan moralisch dafür verantwortlich,
dass die Wahrheit nicht bekannt wird. Wir verurteilen die Untätigkeit
der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden bei der Vollstreckung
der Haftbefehle, die vom Büro des Generalstaatsanwalts gegen die
Verdächtigen erlassen wurden.“
Alle nationalen Kräfte, Menschenrechtsorganisationen und die UN-Mission
seien aufgerufen, ihre Verantwortung zu übernehmen, die Umstände
des Falls aufzudecken und sicherzustellen, dass alle Beteiligten
ohne Ausnahme vor Gericht gestellt werden.
+ Gefolgschaft von Saif al-Islam: Dr. Saif
al-Islam Muammar al-Gaddafi wird in unserem Bewusstsein der Zeuge einer
Zeit der Prüfungen bleiben. Er wurde als Staatsmann, der daran
glaubte, dass der Frieden der einzige Weg zum Überleben ist, zum Symbol.
Er war die Verkörperung einer Idee, an die er bis zum letzten Atemzug glaubte:
Dass das Vaterland nicht auf den Trümmern der Ausgrenzung aufgebaut werden
kann, auch nicht durch bittere Rache erhalten oder gerettet werden kann, wenn
es dadurch seine Würde verliert.
Saif al-Islam hatte verkündet, dass Legitimität an der Wahlurne aus dem
Willen des Volkes geschöpft wird, nicht aus Gewehrläufen. Er
entsandte seine Vertreter, um das Abkommen für Frieden und nationale
Versöhnung in Addis Abeba (Februar 2025) zu unterzeichnen,
in dem Bemühen, den Riss zu kitten, das zerrissene soziale Gefüge zu
reparieren und der Sprache der Weisheit Vorrang zu geben.
Die Ermordung des Märtyrers am 3. Februar 2026 war ein heimtückischer
Versuch, das Projekt der nationalen Versöhnung zu ersticken und die Stimme
der Vernunft zum Schweigen zu bringen.
Saif al-Islam starb, doch das Projekt blieb lebendig ; denn große Ideen
werden nicht begraben, und die Hoffnungen, die er in den Herzen der Libyer
entzündet hat, sterben nicht an einer Kugel des Verrats.
+ Mandela Volksbewegung: Es ist Zeit
zu handeln, um die Wahrheit mit all ihren kriminellen,
politischen und sozialen Hintergründen und allem, was damit zusammenhängt, aufzudecken.
Die Stämme Libyens sollten die notwendigen Maßnahmen gegen die
Beteiligten ergreifen, um die mit Religion und Gesetz im
Einklang stehenden Bräuche zu bewahren.
+ Die Organisation der Frauen aus dem Fessan
erklärten ihren Widerstand gegen die Verschleppung der Aufklärung des
Mordes an Saif al-Islam Gaddafi und forderten die Entlassung des
Innenministers der Tripolis-‘Regierung, Imad Trabelsi, weil er die
Anordnung des Generalstaatsanwalts nicht umsetzt.
Saif al-Islam war ein Ikone des Friedens, der bewies, dass er die
Bitterkeit über Verluste überwinden kann, Verluste der Macht,
des Vaters, der Brüder und Verwandten sowie der Anhänger
von gestern.
Trotz all dessen, was Seif al-Islam durchgemacht hat, habe er die Fahne der
Versöhnung und des Verzeihens erhoben und dazu aufgerufen, die Vergangenheit
zu überwinden, die Reihen zu schließen und den Staat wieder
aufzubauen.
„Wir verurteilen in erster Linie die Stämme von Zintan für ihr
bedrohlich Schweigen über die Ermordung eines wehrlosen Mannes,
der unter ihrem Schutz stand oder zumindest in ihrem Einflussbereich
war. […]
Wir fordern Dabaiba auf, sofortige Maßnahmen gegen den Innenminister
zu ergreifen.“
+ Das Versöhnungsteam von Saif al-Islam
al-Gaddafi erklärte, es sei ihm unmöglich, an jedwedem Dialog
bezüglich der nationalen Versöhnung teilzunehmen, bis die Mörder gefasst
und der Justiz vorgeführt werden.
„Wir werden auf dem Weg weitergehen, den er vorgezeichnet hat,
und wir werden für die Verwirklichung seiner Vision kämpfen, egal wie
groß die Schwierigkeiten sind.“
Saif al-Islam habe gewusst, dass der Aufbau eines modernen und stabilen
Staates nur durch das Heilen der Wunden des Vaterlandes und das Öffnen
der Türen in die Zukunft für alle Libyer möglich ist.
+ Das juristische Team von Saif al-Islam al-Gaddafi forderte die Afrikanische Union und die UN-Mission zu einer klaren Haltung bezüglich des Mordanschlags auf, indem sie auf die Bekanntmachung der Ermittlungsergebnisse und der Wahrheit drängt. Der Umgang mit diesem Verbrechen müsse seiner Gefährlichkeit und seines Einflusses auf die Zukunft des Staates und der Gesellschaft angemessen sein.
+ Jugendversammlung des Südens
forderte den Obersten Justizrat, die Dabaiba-‘Regierung’ und das Innenministerium
auf, schnell und entschlossen zu handeln, um die Mörder von Seif
al-Islam al-Gaddafi zu verhaften, und kritisiert das Schweigen der Stämme
von Zintan. Das Schweigen der Justiz- und Sicherheitsbehörden
verwandle sich in eine tödliche Leere, die den Mördern und denen,
die hinter ihnen stehen, ein Gefühl der Sicherheit verleihe, ja
vielleicht sogar eine implizite Belohnung.
„Ihr Stämme von Zintan, wenn in euch Stolz, Ehre oder Sorge
um die Sicherheit und den Ruf eurer Söhne ist, dann ist jetzt die
Zeit gekommen, das zu beweisen.“
Das Gefährlichste, was aus diesen 100 Tagen der Nachlässigkeit
resultiere, sei die Festigung einer hässlichen und zerstörerischen
Tradition… einer Tradition der Liquidierung der politischen
Gegner.
+ Der Oberste Rat der Stämme und Städte des Fessan
fragte: Wo sind 100 Tage nach dem Mord an Saif al-Islam Gaddafi der Generalstaatsanwalt
und das Innenministerium?
Was hat sie daran gehindert, ihre gesetzlichen Pflichten zu erfüllen,
indem sie die Beschuldigten und alle, die hinter diesem abscheulichen
Verbrechen stehen, festzunehmen?
Das Geheimnis, das die Mörder von Saif al-Islam al-Gaddafi umgibt,
ist kein Informationsvakuum, sondern ein moralisches und rechtliches
Vakuum, das die Spaltung zu erweitern droht.
Wenn dieses Verbrechen ungesühnt bleibt, wird die Beseitigung
politischer Gegner in unserer Gesellschaft zur Gewohnheit.
Dies sei eine offene Einladung zum Chaos und eine Sabotage jeder
ernsthaften Bemühung, einen institutionellen Staat aufzubauen,
der auf der Herrschaft des Rechts beruht.
Sofortiges und entschlossenes Handeln zur Festnahme der Beschuldigten
und ein faires Gerichtsverfahren sei eine heilige Pflicht und
eine Verpflichtung gegenüber dem Opfer.
+ Die Jugend der Gaddafi-Stämme verurteilte,
dass der Mord an Saif al-Islam Gaddafi immer noch nicht aufgeklärt ist
und drohte mit Eskalation.
„Wir haben den Institutionen eine Chance gegeben, nein, mehrere
Chancen, in der Hoffnung, dass die Mühlen der Justiz zu mahlen
beginnen und die zuständigen Behörden die Initiative ergreifen, um
diese Verbrecher zu verhaften und vor Gericht zu stellen.“
Die Stämme von Zintan deckten durch ihr Schweigen die Verbrecher,
als ob sie unwissentlich ein Signal geben, dass der Verrat an
denen, die Zuflucht suchten, abgesprochen und akzeptiert war.
+ Allgemeine Liga der libyschen Jugend:
Wir verurteilen die Unklarheit und das offizielle Schweigen
bezüglich des Mordes durch die Justizbehörden, da es sich um eine Sache
handelt, die die gesamte libysche Öffentlichkeit betrifft.
Wir rufen alle nationalen Kräfte, Menschenrechtsinstitutionen und die UN-Mission
auf, ihre rechtlichen und humanitären Verantwortlichkeiten wahrzunehmen,
die Umstände des Falls vollständig aufzudecken und sicherzustellen,
dass alle Beteiligten ohne Ausnahme vor Gericht gestellt werden.
+ Jugend der westlichen Berge: Die Herstellung des Rechts und die Aufdeckung aller Umstände, die mit dem Fall zusammenhängen, stellen eine nationale Pflicht und eine moralische Verantwortung dar, die keinen Aufschub duldet, zum Schutz der Würde und der Gerechtigkeit und zum Schutz der Rechte der Bürger.
+ Khalid Mohammed Al Hidschazi (ehemals
Inspektionsbüro von Libya Africa Investment Portfolio): Die Ermordung
von Saif al-Islam Gaddafi ist ein Thema von öffentlichem Interesse, das nicht
ignoriert oder verschleiert werden kann.
Es erhalte seine Bedeutung dadurch, dass Saif al-Islam eine öffentliche
Figur war, die für die Präsidentschaft kandidierte und eine starke
Basis im Volk hatte.
+ Verband der Jugend der al-Arbān im Exil: Die Verzögerung bei der Aufdeckung der Wahrheit, trotz der zirkulierenden Informationen, erregt berechtigte Besorgnis. Die Öffentlichkeit stellt Fragen und die Justiz muss eine historische und rechtliche Verantwortung übernehmen.
+ Die NATO-Opferliga und die
Bewegung Krieg gegen Libyen verurteilten, dass nach 100
Tagen die Mörder von Saif al-Islam Gaddafi immer noch nicht gefasst und
alle Beteiligten zur Rechenschaft gezogen wurden.
Dies verstärke den Schmerz der Menschen und verletze die Gefühle
von Millionen seiner Anhänger und aller, die an das Recht glauben.
Wer diese Tat ausführte oder dazu anstiftete oder sie finanzierte,
mache die Chance auf einen Frieden und das Projekt der Versöhnung
zunichte.
+ Osman Allahab, Kommandeur
des 103. Bataillons: Was in Zintan geschah, war ein Verrat an Saif
al-Islam al-Gaddafi.
Er habe seinem Schicksal allein gegenübertreten
müssen, während jene, die Unterstützung und Loyalität versprachen, schwiegen.
Sie hätten Saif al-Islam allein seinem Schicksal überlassen, sich mit Worten
begnügt.
+ Othman ibn Barkahr (Politanalyst): Es wurden in
Libyen Ausschüsse gebildet, um Druck auf die verantwortlichen Institutionen
auszuüben, damit die Täter und Beteiligten am Mord an Saif al-Islam
al-Gaddafi der Justiz übergeben werden.
Die anhaltenden Aktivitäten zielten darauf ab, zu verhindern,
dass er der Fall zu den Akten gelegt wird oder das öffentliche
Interesse daran nachlässt.
Die anhaltende Unklarheit verstärkten die Zweifel und steigerten
die Anspannung bei den Anhängern von Saif al-Islam al-Gaddafi, die davon
ausgehen, dass der Fall mehr ist als eine gewöhnliche Straftat.
+ Asch-Schark
al-Awsat (Saudi-Arabien):
Die rechtlichen Aktivitäten und der Druck des
Volkes in Libyen zur
Forderung nach Aufklärung der Umstände des Mordes an Saif al-Islam
Muammar al-Gaddafi haben sich
100 Tage nach seiner Ermordung verstärkt.
Khalid az-Zaidi, Leiter des Anwaltsteams
im Mordfall Saif al-Islam, besuchte kürzlich das Büro des Präsidenten des Obersten
Gerichtsrats, Abdullah
Abu Ruzayza, in Tripolis.
+ Al-Ain-News (VAE): In jüngster Zeit gab es in Libyen intensive
Bewegungen und die Bildung von
Komitees, um die Verantwortlichen
zu drängen, die Wahrheit
aufzudecken und
Vergeltung zu fordern.
Die Anhänger von Saif al-Islam Gaddafi starteten eine
Petition, in der die
betroffenen Parteien aufgefordert wurden, die Wahrheit zu enthüllen.
Es gibt einen breiten populären Trend, der verlangt, zu wissen, wer hinter
den Tätern steht und sie zur
Rechenschaft zu ziehen
A. Gutsche
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