Dienstag, 7. April 2020



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.
Nun wird gegen Venezuela in der gleichen Strategie verfahren wie einst 2011 gegen Libyen.
_________________________________________________________________________________

 

Guinea: Neue Verfassung mit über 90% Zustimmung angenommen!

7.4.2020. Bei einer Wahlbeteiligung von 61% haben 91,6% der Bürgerinnen und Bürger Guineas die neue Verfassung in einem Referendum angenommen, was als positiv bewertet werden kann, da diese auch einige progressive Elemente, wie das Verbot von Kinderehen oder der weiblichen Genitalverstümmelung (Beschneidung) enthält. Die Opposition lehnt das Ergebnis des Referendums aber ab, da sie befürchtet, der seit 2010 regierende sozialdemokratische Präsident Alpha Condé würde nun die Möglichkeit nutzen, dank der neuen Verfassung wieder als Präsident zu kandidieren, doch ob sich das der 82-jährige noch einmal antut, ist ohnehin fraglich.
2011 plante Condé 500 Soldaten zur Verteidigung Ghaddafis gegen die NATO nach Libyen zu schicken. Die Sache verlief aber – vermutlich auf französischen Druck hin – im Sande.

 

Débys Gegenschlag: 76 tote Boko-Haram-Terroristen

7.4.2020. Nachdem die radikalislamistische Terrorsekte Boko Haram Ende März bei einem Überraschungsangriff auf eine tschadische Militärbasis knapp 100 Soldaten getötet hat, kam Staatspräsident Idriss Déby, einst selbst Rebellenführer und als ausgezeichneter Militärstratege bekannt, persönlich in die Grenzregion zu Nigeria, um eigenhändig den Gegenschlag gegen Boko Haram zu koordinieren. An zwei Operationstagen gelang es der tschadischen Armee nun 76 Kämpfer mit dem IS verbundenen Terrorguppe aufzuspüren und zu neutralisieren.

 

Libyen: Hauptstadt von Haftar-Truppen umzingelt

7.4.2020. Im Verlauf der letzten Woche ist es der Libyschen Nationalarmee (LNA) unter Führung des sakulären Generals Khalifa al-Haftar gelungen, die von Islamisten dominierte „Einheitsregierung“ in der Hauptstadt Tripolis großräumig einzukreisen. Dies war gelungen durch die Eroberung der westlibyschen Städte Regdalin, Al Azza und Dschmel, wo sich örtliche Stämme mit der LNA verbündeten, die auch vom offziell gewählten Parlament (das ins ostlibysche Tobruk geflohen ist) unterstützt wird.

 

 

 

 

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen