Libyens Präsident der Herzen – Beisetzung von Saif al-Islam Gaddafi
Trauer senkt sich über Libyen / Menschenmassen nehmen am Begräbnis und Totengebet für Saif al-Islam Muammar Gaddafi teil / Nachrufe
+ Aischa Gaddafi (auf X): Er entschied sich, in seinem Land und bei seinen Mitbürgern zu bleiben. So sind meine tapferen Brüder; sie fangen die Kugeln mit ihrer Brust auf und sterben erhobenen Hauptes auf dem Boden ihrer Heimat. Lasst uns heute eine bewegende und große Trauerfeier für die Nation abhalten.
+ Mehr als 120 Fahrzeuge des Zentralen Sicherheitsdienstes treffen in der Stadt Bani Walid ein, um die Beerdigung des ermordeten Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu sichern.
+ Mohammed Daw, Vizepräsident des Sozialrats der Warfalla-Stämme: Die Gedenkfeier für den Märtyrer Saif al-Islam Muammar Gaddafi findet nach dem Freitagsgebet unter Beteiligung aller Teile der libyschen Gesellschaft am Freitag, den 6. Februar 2026 statt.
+ Ali Ramadan, Oberhaupt des Sozialrats des Gaddafi-Stammes:
Wir treffen Vorbereitungen für die Beisetzung des Leichnams von Saif al-Islam
Gaddafi in der Stadt Bani Walid… und empfangen die Delegationen, die an den
Trauerfeierlichkeiten teilnehmen werden.
Wir verlieren eine unserer Stützen und einen Menschen, dem alle Libyer
zutrauten, die Situation in Libyen zu verbessern und nationale Einheit und
Versöhnung herbeizuführen.
+ Vertreter der Sozialräte der Warfalla- Gaddafi-Stämme (Videobotschaft): Saif al-Islam Gaddadfi wurde von einer verräterischen und sündhaften Hand niedergerungen und stieg geduldig und standhaft zu seinem Herrn auf, die Lasten der Nation tragend. Saif al-Islam Gaddafi starb in der Überzeugung, dass Libyen nur durch die Opfer seiner loyalen Männer, die Aufrichtigkeit ihrer Absichten und die Standhaftigkeit ihrer Entschlossenheit aufgebaut werden kann.
+ Der Barasa-Stamm hält im Osten Libyens eine feierliche Trauerfeier für den getöteten Saif al-Islam Muammar Gaddafi ab.
Beisetzung und Trauerfeier – 6. Februar 2026
+ Lange Autokolonnen bewegen sich aus allen Richtungen nach Bani Walid, um an der Beerdigung des ermordeten Saif al-Islam Muammar Gaddafi teilzunehmen.
+ Eine Delegation aus Stadt Tahura trifft in Bani Walid ein, um sich den vielen Delegationen anzuschließen, die nach dem Freitagsgebet an der Trauerprozession für den ermordeten Saif al-Islam Gaddafi teilnehmen.
+ Menschenmassen versammeln sich am Flughafen von Bani Walid, um an der Trauerfeier teilzunehmen. Fotos.
+ Weitere Fotos aus Bani Walid
+ Ankunft des Krankenwagens mit dem Leichnam von Saif al-Islam Gaddafi inmitten der Menschenmenge. Fotos.
+ Grabstätte von Saif al-Islam auf dem Friedhof von Bani Walid. Saif findet seine letzte Ruhestätte neben seinem jüngeren Bruder Khamis und seinem Großvater. Fotos.
+ Fotos: Nach dem Freitagsgebet strömt eine große
Menschenmenge aus dem ganzen Land nach Bani Walid, um an der Beerdigung des
Märtyrers Saif al-Islam Gaddafi teilzunehmen.
Weiterhin treffen Delegationen in der Stadt Bani Walid ein, um an der
Trauerprozession des Märtyrers teilzunehmen. Wir gehören Gott und zu ihm kehren
wir zurück.
+ Unzählige Menschen nehmen an der Beerdigung von Saif al-Islam teil. Fotos
+ Brigadegeneral al-Adschami al-Ateiri senkt den Leichnam des ermordeten Saif Al-Islam Gaddafi in sein Grab hinab. Fotos
+ Brigadegeneral al-Adschami al-Ateiri: Ich wurde während meiner Teilnahme an der Trauerprozession für Saif Al-Islam Gaddafi in keiner Weise belästigt, sondern lediglich von den Menschen begrüßt, die sich in großer Zahl um mich drängten. Alle haben mich mit Respekt behandelt, und Gott segne alle.
+ Das Totengebet für Saif al-Islam Muammar Gaddafi findet nach dem Freitagsgebet auf dem Flughafengelände von Bani Walid statt. Ein Trauerzug führt vom Markt zum Flughafen Wir gehören Gott und zu ihm kehren wir zurück.
+ Video vom Totengebet für Saif al-Islam Gaddafi. Lange Fassung des Totengebets
Weitere Videos von der Beisetzung
Weitere Videos auf Youtube
Nachrufe und Ausblick
+ Ali Ramadan, Vorsitzender des Sozialrats des Gaddafi-Stammes:
Der fastende Mudschahid Dr. Saif al-Islam Gaddafi wurde durch heimtückische
Kugeln getötet, als er in seinem Haus in der Stadt Zintan ermordet wurde.
Wir haben einen außergewöhnlichen Menschen und einen Namen verloren, und wir
haben die Hoffnung verloren, Libyen wieder zu dem zu machen, was es einmal war.
Die Sicherheitsbehörden in Libyen im Allgemeinen und in Zintan im Besonderen
müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und aufklären, was geschehen ist, wer
die Verbrecher sind, die diesen Mann getötet haben, und was ihr Ziel war.
Alle Libyer teilen dieselbe Trauer, und möge Gott sie reichlich belohnen. Jede
Stadt kann ein Trauerzelt aufschlagen, und niemanden wird verurteilt werden ,
der kommt, um sein Beileid auszusprechen, denn Saif al-Islam gehört uns allen.
+ Abdullah Othman, Leiter des politischen Teams des ermordeten Saif al-Islam Gaddafi: Saif al-Islams Beerdigung war nicht nur der Abschied von einem Toten, sondern ein gemeinsames Gebet für das, was Libyen bedeutet, für das, was durch die Politik gespalten wurde. Aber in dem Moment, als die Nation geschlossen hinter dem Sarg stand, wurde dieser zum Banner und Libyen durch das Schicksal vereint.
+ Fathi asch-Schibli (Partei Stimme des Volkes): Friede sei mit ihm, der den Preis für seine Ehrlichkeit bezahlte und einen Schmerz hinterließ, der so groß ist wie eine ganze Nation.
+ Khaled al-Ghawil, Berater der Libyschen Stammesunion: Du warst die Hoffnung, du hast Hoffnung gesät, und diese Hoffnung wird nicht sterben.
+ Der Politologe Abdullah Milad al-Muqri: Die Menschenmengen, die an der Trauerprozession mit den sterblichen Überresten des Märtyrers Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu seiner letzten Ruhestätte teilnahmen, bestätigen, dass das libysche Volk nicht gestorben ist und nicht sterben wird und dass das Vaterland über alle Versuche der Zersplitterung und Spaltung triumphieren wird.
+ Ali Misbah Abu Sabiha, Leiter des Teams, das den verstorbenen Saif al-Islam Muammar Gaddafi vertritt: Denjenigen, die an der Zahl der Trauergäste bei der Beerdigung des verstorbenen Dr. Saif al-Islam zweifeln, sage ich: Wären nicht so viele Menschen durch den Andrang daran gehindert worden, das Flughafengelände zu erreichen, wäre die Zahl deutlich höher gewesen.
+ Hussein as-Suwaidi (Politologe): Millionen Menschen nahmen direkt und indirekt an der Beerdigung von Saif al-Islam Muammar Gaddafi teil. Hätten alle Libyer Zugang zu Transportmitteln gehabt, hätten noch viel mehr Libyer an der Trauerfeier teilgenommen.
+ Dschaballah asch-Schaibani (Parlamentsabgeordneter): Ich sah eine überwältigende Menschenmenge und viele andere Menschen konnten aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen; Menschen, die sich nicht von Eigeninteresse leiten ließen; Libyer, die Unterwerfung und koloniale Herrschaft ablehnen. Das hat in uns neue Hoffnung geweckt.
+ LibyaPress: Unzählige Libyer nahmen am Trauerzug
für den ermordeten Saif al-Islam Gaddafi teil. Das abscheuliche und feige
Attentat zielte darauf ab, das ernsthafte und ehrgeizige nationale Projekt zu
begraben, doch Ideen sterben nicht mit dem Tod ihrer Urheber.
Saif al-Islam war eine inspirierende nationale Persönlichkeit, die eine
schwierige Zeit in Libyen durchlebte, in der sich interne Herausforderungen mit
internationalen Veränderungen verflochten, und in der sein Name mit den Träumen
und Bestrebungen der Libyer verbunden blieb, ihre nationale Einheit und den
inneren Frieden sowie ihre Souveränität über ihr Land und ihre Ressourcen
wiederherzustellen.
Unsere Tragödie wird unsere Einheit, Stärke, Widerstandsfähigkeit und
Bereitschaft nur noch mehr stärken, damit wir unsere hochgesteckten nationalen
Ziele erreichen können: die Befreiung Libyens von der Fremdherrschaft, die
Errichtung eines Rechtsstaates und seiner Scharia, des Heiligen Korans, den
Aufbau der libyschen Gesellschaft auf den Grundlagen von Gleichheit,
Gerechtigkeit und Fortschritt.
Diese majestätischen und spontanen Menschenmassen, die aus allen Teilen des
Landes herbeiströmten, um sich von Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu
verabschieden, sind eine klare nationale Botschaft und ein spontanes nationales
Volksreferendum, das die Glaubwürdigkeit des Ansatzes des Verstorbenen
bestätigt. Um ihn scharten sich die Menschenmengen, was einigen Angst einjagte,
so dass sie versuchten, den siegreichen nationalen Marsch durch ein
abscheuliches und feiges Attentat zu verhindern.
Wir bekräftigen unsere Forderung an alle zuständigen Behörden, die Ermittlungs-
und Suchmaßnahmen zu beschleunigen, um die Täter zu fassen, die volle Wahrheit
aufzudecken und die Mörder sowie alle, die zu diesem abscheulichen Verbrechen
angestiftet und es ermöglicht haben, ungeachtet ihrer Motive, Zugehörigkeiten
oder Nationalitäten, vor Gericht zu bringen.
+ Othman Ben Barka, Politologe: Saif al-Islam hatte
seinem Bruder Khamis versprochen, dass er neben ihm und seinem Großvater in Bani
Walid begraben werden möchte, wenn er ihm als Märtyrer folgen würde. Wir haben
seinem Willen entsprochen. Wir wissen nicht, wo Muammar Gaddafi begraben ist,
und dies ist ein Thema, das in jedem Dialog mit anderen Parteien besprochen
werden wird.
Saif al-Islam war aufgrund seiner Popularität und seiner Anhängerschaft der
Kandidat mit den größten Chancen, und wenn Wahlen abgehalten worden wären,
hätte er sie gewonnen. Vielleicht ist dies einer der Gründe für seine
Ermordung.
Die Ermordung einer Persönlichkeit wie Saif al-Islam wird der gesamten Nation
schaden, und wenn eine Partei innerhalb der libyschen Gemeinschaft
dahintersteckt, ist dies ein Indiz dafür, dass Libyen nicht stabil sein wird.
Wir glauben, dass das Attentat von internen Kräften verübt wurde, jedoch mit
Unterstützung externer Akteure. Es gibt eine Regionalmacht und eine
internationale Macht, die daran interessiert sind, jedes nationale Projekt zu
unterbinden, das Libyen die Souveränität zurückgibt und die Kontrolle über
seinen Reichtum sichert, und diese Leute glauben, dass die einzige Gefahr für
ihre Interessen in Libyen Saif al-Islam war.
Wir verfügen über mehr als 1,5 Millionen Dokumente, die von Bürgern
unterzeichnet und der UN-Mission in Libyen übermittelt wurden und in denen sie
ihre Unterstützung für Saif al-Islam erklären.
Wir sind die einzige politische Bewegung in Libyen, die dem Land keinen Schaden
zugefügt hat und die in keinerlei blutige Konflikte, wirtschaftliche
Auseinandersetzungen oder Korruption verwickelt war. Wir erwarten sehr schlimme
Folgen des Attentats, denn es ist inakzeptabel, dass ein Machtkampf in eine
physische Liquidierung ausartet, und ich glaube nicht, dass diejenigen, die es
ausgeführt haben, an Demokratie glauben.
Saif al-Islam führte 15 Jahre lang zusammen mit weisen Männern unsere Bewegung
an, darauf bedacht, von Rache fernzubleiben und an der Rückkehr eines sicheren
Libyens festzuhalten.
Im Jahr 2011 wurde der Märtyrerführer Muammar Gaddafi von imperialistischen
Kräften ermordet, die wir kennen und deren Agenten wir kennen. Aber warum
sollte man einen friedlichen Präsidentschaftskandidaten ermorden, in dessen
politischer Geschichte kein einziger Tropfen Blut zu finden ist?
Saif al-Islam hatte keine Konflikte mit anderen Parteien oder Rivalen um die
Präsidentschaft. Zwischen uns stand nur die Wahlurne, und wir akzeptierten ihre
Bedingungen, ob es nun Haftar oder Dabaiba war, der mit seinem Familienclan der
September-Gruppe angehörte. Wir waren jedoch vom Willen unseres Volkes
überzeugt und glaubten an unseren Sieg.
Saif al-Islam hatte ein nationales Projekt, nachdem Libyen 15 Jahre lang unter
NATO-Projekten, imperialistischer Kontrolle, Kapitel VII der UN-Charta,
Treuhandschaft, der Farce der Vereinten Nationen und der Aufrechterhaltung der
Krise gelebt hatte. Wir haben 15 Jahre lang Geduld bewiesen und gehofft, dass
Wahlen der Rettungsanker für Libyen sind.
Wir respektieren die libysche Justiz und die Initiative des
Generalstaatsanwalts, eine Untersuchung des Vorfalls einzuleiten, aber wir
brauchen auch eine internationale Untersuchung, da es sich hier um ein
Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt.
Libyen steht am Rande eines Konflikts und wir hoffen, dass wir die Lage
beruhigen können.
Libyen war unter Gaddafi eine bedeutende Macht in der Region, und wir unterhalten
weitreichende Beziehungen zur Welt, und deshalb verfügen wir über Informationen
und Dokumente über Sarkozy. Wir machen uns keine großen Sorgen um Sarkozy, denn
wir sind es, die ihn mit Geld gekauft haben.
Wir sind diejenigen, die jedem, der unser Land betreten hat, sagen, dass er es
wieder verlassen muss, und dass wir genug haben von der Manipulation der
libyschen Wirtschaft und genug vom Leid der Bürger.
Saif al-Islam hat sich nicht über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen beklagt.
Vielmehr befand er sich bei seiner Familie in Zintan, wo er seit über 15 Jahren
lebte. Seine Leibwache bestand aus Freiwilligen, seinen Cousins und seinen
Anhängern.
Er lebte ein einfaches Leben in einem bescheidenen Haus.+ Denis Sassou Nguesso, Präsident der Republik
Kongo und Vorsitzender des Komitees der Afrikanischen Union für Libyen,
in einem Brief an den Präsidialratsvorsitzenden Mohammed al-Menfi: Mit großer
Trauer und Bestürzung habe ich die Nachricht vom tragischen Tod von Saif
al-Islam Gaddafi aufgenommen, der sich am 3. Februar 2026 nach einem Angriff
einer bewaffneten Gruppe auf sein Haus in Zintan ereignete.
Ich verurteile diese abscheuliche Tat, die den Versöhnungsbemühungen, deren
Charta von nahezu allen libyschen Parteien einhellige Unterstützung erhalten
hat, einen vernichtenden Schlag versetzt.
Diese Tragödie muss Anlass für eine echte kollektive Neubewertung und ein
uneingeschränktes Bekenntnis zu einer dauerhaften Einstellung der Feindseligkeiten
und zur Errichtung eines dauerhaften Friedens sein, der zu einer wirksamen
Lösung des Bruderkriegs führt, die Libyen seit mehr als einem Jahrzehnt plagt.
+ Mustafa al-Fituri (Autor) über die Millionen Libyer, die an der Beerdigung des ermordeten Saif al-Islam Gaddafi teilnahmen: Diese Menschenmengen kamen, um zu sagen: ‚Ihr habt uns daran gehindert, uns vom Vater Muammar zu verabschieden, deshalb sind wir gekommen, um uns gemeinsam vom Sohn Saif und vom Vater Muammar zu verabschieden.‘
+ Mabruk Abu Ammar, ehemaliger Vorsitzender des Obersten Rates von Wirschefana: Alle Menschenmengen, die an der Beerdigung des Märtyrers Saif al-Islam Gaddafi teilnehmen, sehen noch heute im ehemaligen Regime Souveränität und Würde, die Ablehnung von Besatzung und Kolonialismus, die Ablehnung von Spaltung und Terrorismus sowie die Abkehr von der Zerstörung der Wirtschaft.
+ Die Southern Youth Gathering: Saif
al-Islam bleibt eine unbefleckte nationale Figur. Große Hoffnungen wurden in
ihn gesetzt, die verstreuten Splittergruppen der Nation wieder zusammenzuführen
und ihre Wunden zu heilen. Die Tötung von Saif al-Islam hinterlässt eine
riesige Lücke und versetzt dem Vertrauen des libyschen Volkes einen Schock.
Wenn dieses Verbrechen nicht weise und verantwortungsvoll aufgearbeitet wird,
könnte die Hoffnung erlöschen und das Land in einen dunklen Tunnel stürzen.
Wir rufen zur nationalen Einheit und zur Wiederaufnahme des Weges der
Versöhnung und des Wiederaufbaus auf, die Hoffnung für Libyens Zukunft
darstellten, um das Blut der Opfer und die Würde unseres Volkes zu bewahren.
+ Konferenz sozialer und politischer Aktivisten
und zivilgesellschaftlicher Organisationen im Fessan: Wir trauern mit der
Nation und ihrem Volk um den Verlust des Blutes und der Ehre des Mannes, der
mit Herz und Seele für Libyen lebte, Dr. Saif al-Islam.
Dunkelheit senkte sich über Zintan, als eines seiner Lichter durch eine feige
Tat ausgelöscht und auch unsere Hoffnung auf eine sichere und stabile Zukunft
zunichtegemacht wurde.
Der Schmerz der Trennung ist groß und angesichts des ungeheuren Verlustes
fehlen die Worte. Die Nation hat einen ihrer Söhne verloren, und die politische
Bühne hat eine Stimme der Vernunft und des Gewissens verloren.
Diejenigen, die dieses Verbrechen begangen haben, will nicht das Beste für
Libyen oder für den Frieden. Die Gerechtigkeit verlangt, dass dieses Unrecht
nicht unbeantwortet oder ungestraft bleibt. Wir fordern die Einleitung einer
unparteiischen und neutralen internationalen Untersuchung, um die Umstände des
Attentats aufzuklären, die Täter zu identifizieren und sie vor Gericht zur
Rechenschaft zu ziehen.
+ Die libysche Vereinigung der Mitglieder der Justizorgane: Das Verbrechen der
Ermordung von Saif al-Islam Gaddafi trifft nicht nur einen bestimmten Menschen,
sondern auch einen der Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen, mit allen
damit verbundenen verfassungsrechtlichen, politischen und rechtlichen Dimensionen.
Dies macht den Vorfall zu einem Verbrechen mit internen und internationalen
Dimensionen, gefährdet die innere und äußere Sicherheit des Staates, untergräbt
das Vertrauen in seine Institutionen und die Justiz und verzerrt den
politischen Übergang.
Ein Attentat dieser brutalen Art stellt ein komplexes Verbrechen dar, das nicht
durch Schweigen, Zögern oder die Beschuldigung unbekannter Parteien bewältigt
werden kann.
Die zuständigen Behörden müssen gemäß dem Grundsatz der Transparenz und dem
Recht der Öffentlichkeit auf Wahrheit eine offizielle Pressekonferenz abhalten,
um alle Einzelheiten und Gründe des Vorfalls und seine Umstände aufzuklären
sowie die dahinterstehenden Parteien oder Personen zu benennen.
Es muss unverzüglich eine gründliche Untersuchung eingeleitet werden, um die
Täter sowie alle an diesem Verbrechen Beteiligten, Anstifter, Helfer oder
Vertuscher zu identifizieren und sie der Justiz zuzuführen, wobei ein faires
Verfahren zu gewährleisten ist.
+ Future of Libya: Sie glauben, dass sie uns durch ihren Verrat das Schwert des Islam entrissen haben. Gestern hätte er 2,5 Millionen Stimmen erhalten. Morgen werden sechs Millionen Libyer für sein Projekt stimmen. Indem sie ihn ermordeten, gaben sie ihm die Legitimität, Libyen in einen sicheren Hafen zu geleiten. Heute tragen alle Libyer schmerzende Splitter in ihren Herzen; sie trauern wegen der Ermordung des Helden dieser Nation, aber auch um sich selbst und um die Nation.
+ Machmud al-Masrati, Journalist: Saif war eine
wichtige politische Figur, ein Hauptakteur im politischen Prozess, und er hatte
seine Anhänger. Al-Adschami al-Ateiri ist ein edler und heldenhafter Mann, aber
die Angelegenheit ist viel größer als er und Zintan es sind.
Zintan akzeptierte keine Verhandlungen über Saif al-Islam im Austausch gegen
Geld, da dies nicht ihren Moralvorstellungen entspricht. Die Ritterlichkeit und
Tapferkeit der Menschen von Zintan sind bewundernswert.
Was al-Adschami al-Ateiri über 15 Jahre hinweg für den Schutz des Lebens von
Saif al-Islam geleistet hat, ist unbeschreiblich.
Der Westen sagte einst, Saif al-Islam sei das Hindernis für die Wahlen, und nun
ist er bei Gott dem Allmächtigen – werden die Wahlen also stattfinden?
+ Yassin Salem, stellvertretender Chefredakteur
der Zeitung al-Uruba al-Yum: Die Ermordung von Saif al-Islam Gaddafi ist
ein weiterer Schock in der Reihe der Verbrechen, die wir in Libyen erlebt
haben. Dieses heimtückische Attentat unterstreicht die Notwendigkeit fairer und
gründlicher Untersuchungen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Die große Beteiligung an der Beerdigung von Saif al-Islam zeigt, dass der
Einfluss der Familie entgegen mancher Behauptungen nicht nachgelassen hat und
dass sie über eine breite Basis in der Bevölkerung verfügt. Die Behauptungen
über den schwindenden Einfluss der Familie sind reine Lügen und das libysche
Volk ist ihr immer noch wohlgesonnen.
Die libysche Öffentlichkeit fordert faire und umfassende Untersuchungen, um die
Wahrheit über das Attentat auf Saif al-Islam Gaddafi aufzudecken und alle an
diesem Verbrechen Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. Das libysche Volk
fordert, die öffentliche Bloßstellung jedes Landes, das dieses Verbrechen
unterstützt, und die Rechenschaftspflicht aller Milizen, politischen oder
militärischen Persönlichkeiten, die dieses Verbrechen begangen oder ermöglicht
haben.
+ Mohammed Abdul-Muttalib al-Huni (Autor): Saif
al-Islam war ein Mann, der Libyen und die Libyer liebte. Er war stets guter
Absichten, und genau dies führte zu seiner Ermordung. Saif al-Islam ist seit 25
Jahren in Libyen aktiv, aber diejenigen, die ihn hassen, haben ihn nur in den 6
oder 7 Monaten der Auseinandersetzung im Jahr 2011 gesehen.
Saif al-Islam ist ein Mann des Friedens, wie seine Entscheidung für den Frieden
beweist. Er glaubte, dass Wahlen der richtige Weg seien, um neue Führer zu
finden – ob er selbst miteinbezogen wird oder nicht –, die die Zukunft
gestalten und auf den Trümmern des vorherigen Staates einen neuen errichten.
Das Fehlen von Saif al-Islam bedeutet das Fehlen eines Symbols, wobei er kein
Symbol für die Fortsetzung der früheren Ära war, denn damals strebte er nach
umfassender und nachhaltiger Entwicklung. Er strebte nach Gerechtigkeit und er
entließ mehr als 6.000 politische Gefangene aus den Gefängnissen. Viele derer,
die sich jetzt brüsten, sind diejenigen, die er vor Schaden bewahrt hat.
Die Frage bleibt, ob diese Bewegung fortbestehen kann oder ob wir eine weitere
Zeit des Chaos, der Waffen, des Tötens, der Attentate und des Diebstahls
erleben werden.
+ Mustafa Bakri, ägyptischer
Parlamentsabgeordnete: Die Bestattung des Märtyrers Saif al-Islam Muammar
Gaddafi übertraf die Vorstellung einer gewöhnlichen Beerdigung; sie ähnelte
einem stillen Volksreferendum über die libysche Geschichte, den Staat und die
Identität sowie über einen unerfüllten Traum von Stabilität.
Die Menschenmenge in Libyen zählte Hunderttausende, vielleicht annähernd eine
Million, die gekommen waren, um sich von dem Märtyrer Saif al-Islam Muammar
Gaddafi zu verabschieden. Diese Menschenmengen kamen nicht auf Einladung einer
Partei oder aufgrund einer Erklärung eines Stammes, sondern aus purer Emotion,
einem Gefühl der Enttäuschung und des Verlustes heraus, und aus der Erkenntnis,
dass das, was nach 2011 kam, nicht dem entsprach, was den Libyern versprochen
worden war.
Im Trauerzug zu gehen bedeutete nicht nur, den Sohn zu Grabe zu tragen, sondern
auch, Teil einer älteren Erinnerung zu sein, nämlich der Erinnerung an Oberst Muammar
Gaddafi, das Symbol des Arabismus, der genauso verraten worden war wie der
Sohn.
Die Szene vermittelt eine klare politische Botschaft innerhalb Libyens und an
die Außenwelt, dass das kollektive Gedächtnis nicht verloren gegangen ist und
dass es in der Schlacht um Libyen nicht nur um Öl oder Geopolitik ging, sondern
um Identität und Souveränität.
Der Abschied von Saif al-Islam rückte den Abschied von seinem Märtyrervater
Muammar Gaddafi wieder in den Vordergrund, und dies wirft wichtige Fragen zu
den Wahlen und politischen Projekten auf. Heute war nicht nur ein Abschied,
sondern eine deutliche Mahnung, dass eine Idee nicht mit ihrem Urheber stirbt.
Hier hat Libyen gesprochen.
+ Ali Musad al-Lahbi, jemenitischer Parlamentsabgeordneter: Saif al-Islam Gaddafi wurde aus Angst vor seinen Gegnern und deren Unfähigkeit, ihn über Wahlen niederzuringen, ermordet. Das libysche Volk aber entschied sich, ihn zu wählen und ihn als Präsidenten in einer staatlichen Zeremonie zu bestatten. Er wird in die Geschichte als Präsident eingehen.
+ Tadeo Castiglioni, argentinischer Politologe:
Das größte Begräbnis in der Geschichte Libyens zeigt, wie sehr das libysche
Volk Saif al-Islam Muammar Gaddafi liebte.
Sein schlichtes Grab verkörpert das, was er immer war: ein Mensch, der sein
Land liebte und sich Frieden für sein Volk wünschte.
+ Der französische Anwalt Marcel Ceccaldi: Er wurde heimtückisch ermordet,
und die Libyer und die Welt nahmen die Nachricht von seinem Tod mit Herzen
voller Trauer und Schmerz auf. Saif al-Islam war ein Staatsmann und ein
lebender Wille, der sich der Verbreitung einer Botschaft, an die er glaubte,
und dem Dienst an einem unabhängigen und mit sich selbst versöhnten Vaterland
widmete.
Saif al-Islam schließt das Buch seines Lebens. Er geht in die Annalen der
Geschichte ein, und es bleibt die Hoffnung, dass wir seine Botschaft hören und
über ihre Bedeutung nachdenken werden.
+ Schihab Hazza Der jemenitische Prediger und Leiter des Stiftungs- und Beratungsamtes: Saif al-Islam wurde wegen der Wahlen ermordet und hat sie doch im Tod gewonnen.
+ Nicholas Reed, russisch-kanadischer
Journalist: Zehntausende versammelten sich in riesigen Prozessionen in Bani
Walid um den Tod von Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu betrauern.
Fünfzehn Jahre nach der Zerstörung der Libysch-Arabischen Dschamahirija durch
NATO-Bombardements empfinden die meisten Libyer noch immer Nostalgie für
Gaddafi.
Fünfzehn Jahre nach der Ermordung seines Vaters versammelte sich das libysche
Volk, um seinen Märtyrersohn zu ehren, der sein Leben opferte, um ein von der
NATO zerstörtes Land zu vereinen.
Bei den Beerdigungen von NATO-Führern werden sich solche Zahlen nicht finden.
Das libysche Volk liebte Muammar Gaddafi, es liebte Saif, und es sehnt sich
nach dem goldenen Zeitalter seines Landes zurück, als Wohnraum, Medizin, Strom,
Bildung und Lebensmittel hoch subventioniert wurden.
Die NATO zerstörte Libyen, weil Gaddafi es wagte, autark zu sein und sich dem
westlichen Kolonialismus nicht unterwerfen wollte. Sein Sohn Saif al-Islam
wurde ermordet, weil er Libyen auf diesen Weg zurückführen wollte.
+ Ali Kanaan, syrischer Schriftsteller: Ich
habe Dutzenden Libyern dieselbe Frage gestellt: Wenn in Libyen
Präsidentschaftswahlen stattfänden, für wen würden Sie stimmen – Haftar oder
Dabaiba? Die Antwort, die erstaunlich oft wiederholt wurde, lautete: Dr. Saif
al-Islam Gaddafi. Meine Zweifel blieben, bis ich die Beerdigung des Märtyrers
sah.
Deshalb ist die libysche Revolution die seltsamste Revolution der modernen
Geschichte – eine Revolution, in der das Regime stürzte, doch der Machthaber
und seine Söhne bleiben im Bewusstsein und in den Herzen so vieler gegenwärtig.
Die riesigen Menschenmengen trauern nun um ihre Lebensader. Und ihre Kinder träumen von einer sicheren, stabilen und geschützten Heimat, die eine bessere Zukunft einläuten wird. Das große nationale Projekt von Saif al-Islam breitet sich aus Ein Held wurde zur Ruhe gebettet, der sich selbst geopfert hat, genau wie sein Vater und seine Brüder sich für Libyen geopfert haben. Die Familie der Prinzipien hat stets eine feste und unerschütterliche Haltung bewahrt. Gott möge uns und euch, Libyer, belohnen.
A. Gutsche
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