Dienstag, 17. Dezember 2013



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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Mandela-Beerdigung: Kenneth Kaunda erheitert Trauergemeinde
17.12.2013. Auf der Beerdigung des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers und Ex-Staatschefs Nelson Mandela hat der frühere Präsident von Sambia, Dr. Kenneth Kaunda, für Überraschung und Erheiterung gesorgt, als er unangemeldet ans Mikronfon lief und persönliche Annekdoten aus dem Leben Mandelas erzählte. Der 89-jährige Kaunda, der auch die Rolle des letzten weißen Staatschefs Frederik de Klerk bei der Versöhnung in Südafrika würdigte, hatte sich jahrzehntelang für die Freilassung Mandelas und die Beseitigung der Rassentrennung in Südafrika eingesetzt.






Niger will höhere Gewinnbeteiligung am Uran-Abbau von französischem Konzern
17.12.2013. Die Regierung des „sozialistischen“ Präsidenten Mahamadou Issoufou möchte die Besteuerung der Gewinne aus dem Uranabbau von 5,8% auf 12% anheben, um die Gelder in die weitere wirtschaftliche und soziale Entwicklung des bettelarmen Wüstenstaates zu investieren. Der französische Atomkonzern AREVA, der quasi ein Monopol bei der Uranförderung im Niger besitzt, drohte deshalb in typisch arroganter Kolonialmanier, seine Aktivitäten im ganzen Land einzustellen, ruderte aber dann doch zurück.







Libyen: Ghaddafi-Verwandter unter großem Jubel in Ägypten freigesprochen
17.12.2013. Ahmed al-Ghaddafi, einer der Führer der grünen Exilopposition (grün bedeutet in Libyen nicht öko, sondern pro Ghaddafi) und Verwandter des 2011 ermordeten libyschen Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi, ist in Ägypten von einem Gericht freigesprochen worden. Frenetischer Jubel brach im Gerichtssaal aus, grüne Fahnen und Banner wurden geschwenkt und die Menge skandierte den Kampfslogan der Regierungstreuen aus der  Zeit des Libyen-Krieges 2011 :„Allah, Muammar, Libyen – und sonst nichts!“ – unsere Medien schwiegen das Ganze wieder einmal tot, aber es gibt Videos im Internet aus dem Gerichtssaal.







Kongo: Friedensschluß mit M23-Rebellen
17.12.2013. Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo unter Präsident Joseph Kabila (seit 2001) und die Rebellen der Bewegung des 23. März (M23) haben ihre Feindseligkeiten offiziell beendet und die M23 hat zugesichert, daß sich ihre Kämpfer in ein Demobilisierungsprogramm einfügen und ihre Organisation in eine legale, zivile Partei umzuwandeln. Die Regierung gewährt den unteren Rängen der Rebellen dafür Amnestie, organisiert eine Rückkehr ins zivile Leben, die Freilassung von Kriegsgefangenen, den Aufbau einer Versöhnungskommission, versprach die wirtschaftliche Entwicklung der Ostprovinzen und die Rückführung kongolesischer Bürgerkriegsflüchtlinge ins Land.




Freitag, 13. Dezember 2013




LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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Sambia: 89-jähriger Staatsgründer Kaunda vertritt Präsident Sata bei Mandela-Beerdigung
13.12.2013. Der Humanist, Staatsgründer und frühere Präsident der Republik Sambia, Dr. Kenneth Kaunda (Amtszeit 1964-91) soll den seit 2011 regierenden linksnationalen Staatschef Michael Sata (Patriotische Front, PF) bei der am 15. Dezember geplanten Beerdigung des früheren südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela vertreten. Kaunda, welcher die weiße Vorherrschaft in Sambia beendete und das Land in die Unabhängigkeit führte, war neben Tansanias Julius Nyerere, Kubas Fidel Castro und Libyens Muammar al-Ghaddafi einer der wichtigsten Unterstützer in der Dritten Welt für Mandela und dessen Befreiungskampf, während die westichen Staaten, die heute Mandela als leuchtendes Beispiel darstellen und sich mit seinem Glanz schmücken, diesen als „Terroristen“ verfolgen ließen und seine Gegner mit Waffen unterstützten.





Libyen: Verschleppter Anführer des Warfalla-Stammes endlich frei
13.12.2013. Scheich Muhammed al-Barghouti, der 2011 in ein Geheimgefängnis der Stadt Zawia verschleppte Anführer des Warfalla-Stammes, des größten Stammes in Libyen, ist freigelassen worden, was von den Warfalla gebührend gefeiert wurde. Während des NATO-Angriffes auf Libyen gehörten die Warfalla zu jenen Kräften, die sich weigerten mit der NATO und ihren einheimischen Söldnern zu kollaborierten und verteidigten Libyen und die legitime Regierung – was sie nach deren Sturz zur Zielscheibe des neuen Regimes und diverser mörderischer Milizen machte.








Montag, 9. Dezember 2013



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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Großbritannien: Ex-Premier Blair wollte Krieg gegen Simbabwe führen
9.12.2013. Wie der frühere südafrikanische Staatspräsident Thabo Mbeki (1999-2009) enthüllte, versuchten ihn Vertreter der Regierung des britischen „Sozialdemokraten“ Tony Blair zu überreden, eine militärische Aktion gegen Simbabwe bzw. einen gewaltsamen Sturz des antikolonialen Präsidenten Simbabwes, Robert Mugabe, zu unterstützen, wobei sie damit bei Mbeki auf Granit bissen. Mugabe hatte britisches Farmland verstaatlicht und es an schwarze, landlose Bauernfamilien verteilen lassen, was ihm den Zorn des Westens einbrachte.






Nigers Präsident: Nur wirtschaftliche und soziale Entwicklung kann Aubreitung des Terrorismus stoppen
9.12.2013. Der „sozialistische“ Präsident der Republik Niger, Mahamadou Issoufou, hat in einem Interview mit der „Deutschen Welle“ erklärt, daß nur eine Entwicklung der Sahelzone in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht geeignet sei, dem Terrorismus mittel- und langfristig den Boden zu entziehen, während kurzfristig zunächst erst einmal Investitonen in das eigene schwache Militär notwendig seien, um die Sicherheit vor terroristischen Gruppen zugewährleisten. Die seit 2011 amtierende Regierung Issoufous, welche dem geflohenen Ghaddafi-Sohn Saadi Asyl gewährt hat, kann bereits einige bescheidene Erfolge in der Bekämpfung der Kindersterblichkeit und der Reduzierung des Hungers vorweisen.









Kongo: M23 und Regierung arbeiten an Abkommen 
9.12.2013. Nun soll offensichtlich doch ein Abkommen zwischen der Regieung der Demokratischen Republik Kongo und der militärisch besiegten Guerilla Bewegung des 23. März (M23) geschlossen werden, nachdem sich Präsident Joseph Kabila zunächst geweigert hatte, da er die „Sache M23“ mit deren militärischer Niederlage als erledigt ansah. Das Abkommen soll die friedliche Rückkehr der ehemaligen M23-Kämpfer in den Kongo, ihre Demobilisierung und ihre Integration ins zivile Leben ermöglichen.








Afghanistan: Karzai will Sicherheitsabkommen mit den USA nicht unterschreiben: „Washington kann man nicht trauen.“
9.12.2013. Offenbar hat der afghanische Präsident Hamid Karzai beschlossen, seine letzte Amtszeit doch nicht als Prototyp eines pro-amerikanischen Marionettenpräsidenten zu beenden und legt sich immer öfter mit der Kolonialmacht in Washington an – so z.B. weil er sich sträubt, das „Sicherheitsabkommen“, welches die Stationierung US-amerikanischer und NATO-Truppen regeln soll, zu unterschreiben und diese unpopuläre Entscheidung lieber seinem Nachfolger aufbürden möchte, obwohl die große Stammesversammlung „Loya Jirga“ dem bereits zugestimmt hat. Karzai erklärte, wenn die Drohnenangriffe des US-Regimes auf Zivilisten fortgesetzt würden, werde er das Abkommen nicht unterzeichnen und verlangte Unterstützung Washingtons für seine Verhandlungen mit den Taliban, während er gleichzeitig bei einer Pressekonferenz verlauten ließ, daß man den USA nicht trauen könne.


Samstag, 7. Dezember 2013



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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Pakistan: Nach Protesten der Gerechtigkeitspartei stoppt USA NATO-Transporte nach Afghanistan
7.12.2013. Die Ende November ausgerufenen Blockaden der Gerechtigkeitspartei (PTI) des ehemaligen Kricket-Stars Imran Khan und kleinerer islamistischer Parteien, welche verhindern sollen, daß die NATO in Afghanistan weiter Nachschub über pakistanisches Gebiet erhält, haben offenbar Wirkung gezeigt, denn das US-Regime hat seinen Transport von Versorgungsgütern durch die nordwestliche Grenzprovinz Khyber-Pakhtunkhwa eingestellt. Die PTI wollte mit der Blockade vorrangig eine Ende der brutalen Drohnenangriffe auf pakistanische Ortschaften erzwingen.





Fragwürdiger Amnesty-Bericht zu Nordkorea: Dichtung oder Wahrheit? 
7.12.2013. Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ (ai) baut das kommunistische Nordkorea seine „geheimen Straflager“ aus, wovon eines allein, das Lager Nr. 16, dreimal so groß wie die US-Hauptstadt Washington sein soll, aber (nur) 20.000 Menschen beherbergen soll. Natürlich weist der Bericht von Amnesty weder nachprüfbare Fakten, dafür nur anonyme „Zeugen“ auf und man erinnert sich an die plumpen Aussagen von Frankreichs ai-Chefin Genevieve Garrigos, die erst im Jahr 2011 mit Lügen und Panikmache über „schwarzafrikanische Söldner“ Ghaddafis die Propaganda-Unterstützung zum Krieg gegen Libyen gab – hinterher nahm sie alles zurück, ai sei einer Lüge aufgesessen – doch da waren Ghaddafi und 90.000 Libyer bereits tot und das Land komplett zerstört.






Libyen: Regierungsarmee geht erstmals gegen Milizen vor – Demonstranten vertreiben diese aus Derna
7.12.2013. Nachdem große Protestdemonstrationen letzte Woche in Benghasi die islamistische Miliz Ansar Al-Sharia vertrieben hatten, konnten Protestler diese Gruppierung auch in der Stadt Derna zurückdrängen, wobei die Milizionäre mit Gewalt verteidigten. Erstmals setzte laut Tageszeitung „taz“ die sonst so hilflos wirkende Übergangsregierung des parteilosen Premierministers Ali Zeidan reguläre Regierungstruppen, Kampfhubschrauber und Kampfjets gegen Stellungen der Milizionäre ein – doch woher stammen Jets und Hubschrauber, wo doch die NATO 2011 angeblich die gesamte Luftwaffe und alle Fluggeräte am Boden zerstört hatte?

Freitag, 29. November 2013



Frankreich plant seine nächste Intervention auf dem schwarzen Kontinent

Diesmal erwischt es die Zentralafrikanische Republik

29.11.2013. Im März diesen Jahres wurde der Präsident der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), Francois Bozize, durch die Rebellenallianz „Seleka“ gestürzt. Bozize hatte sich 2003 selbst an die Macht geputscht – wohl auch mit dem Wohlwollen Frankreichs – war aber bei der alten Kolonialmacht später in Ungnade gefallen, da er beträchtlichen Eigensinn entwickelte. So baute er die Kontakte zu China und Südafrika aus und privatisierte den staatlichen Erdölkonzern, was den uneingeschränkten Einfluß des französischen Öl-Multis „Total“ zunichte machte. Man muß wissen, daß seit der Unabhängigkeit 1960 alle Herrscher in der ZAR mehr oder weniger von Paris an der kurzen Leine gehalten wurden und man sieht es in der französischen Hauptstadt nicht gern, wenn sich die Machthaber in Bangui eine eigenständige Meinung erlauben. Deswegen griffen auch die französischen Truppen nicht ein, als Bozize sie im März um Hilfe gegen die Rebellen rief – genauso wenig wie die USA. Sie evakuierten sogar ihre Botschaft. Auch der tschadische Präsident Idriss Déby ließ seinen Verbündeten Bozize im Stich. 2003 hatten tschadische Truppen erst den Putschisten die nötige Schlagkraft gegeben, um die Macht zu übernehmen und sprangen Bozize in den letzten Jahren mehrfach bei. Auch jetzt stoppten sie die erste Angriffswelle der Seleka, doch nach einem mißglückten Friedensabkommen, stellte sich auch Déby einer Machtübernahme der Seleka nicht länger in den Weg. Entweder hatte ihn Paris zurückgepfiffen, denn auch im Tschad hat die Neo-Kolonialmacht großen Einfluß oder aber der als genialer Stratege und skrupelloser Taktiker bekannte Déby hatte einfach erkannt, daß der zentralafrikanische Präsident und seine zerfallende Armee nicht mehr zu halten sind. Zum Schluß kämpften nur noch 200 südafrikanische Soldaten heldenhaft für Bozize, doch sie reichten nicht aus, um dem Verbündeten zu helfen.

Die Seleka ist ein loses Zweckbündnis von vier Rebellengruppen. Ihr Führer Michel Djotodia rief sich selbst zum Präsidenten aus, doch verlor er bald die Kontrolle über seine Truppe. Der gemeinsame Wunsch nach dem Sturz Bozizes hatte die Truppe zusammengehalten. Nachdem der Machtwechsel vollzogen war, fiel sie wieder auseinander. Hinzu kamen zahlreiche marodierende Milizionäre und allerlei zwielichtiges Gesindel, welches sich der Seleka auf ihrem Marsch in die Hauptstadt angeschlossen hatte, um dort „abzukassieren“. Die Kämpfer der neuen Machthaber plünderten, stahlen, vergewaltigten und ermordeten. Der hilflose Djotodia – offenbar hatte Déby mit ihm auf das falsche Pferd gesetzt – und sein Kabinett hatten keinerlei Einfluß auf die Truppe und lebten selbst in Angst vor den Marodeuren. Es war eine Situation, die an die Meutereien der Force Publique im Kongo kurz nach der Unabhängigkeit 1960 erinnerte.


M23-Rebellen aus dem Kongo sollen zentralafrikanische Regierung beraten

Mittlerweile hatte sich Djotodia Unterstützung von ungeahnter Seite geholt. Offiziere der im November 2013 besiegten Rebellenarmee Bewegung des 23. März (M23) aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo, sollten die ZAR-Regierung beraten, wie man aus dem Seleka-Haufen eine disziplinierte Truppe macht. Die M23 galt als kampferprobt, effektiv und diszipliniert und konnte der verlotterten kongolesischen Regierungsarmee FARDC lange stand halten, wurde aber letztlich mit Hilfe von UNO-Truppen und High-Tech-Waffen besiegt.

Zur gewalttätigen Situation in der ZAR kommt noch eine religiöse Komponente: während die Seleka-Kämpfer aus dem Norden des Landes stammen und hauptsächlich Muslime sind, stammen die Anhänger Bozizes aus dem Landessüden und sind Christen. Viele von ihnen haben jetzt eigene Selbstverteidigungsmilizen gegründet und setzen sich mit primitiven Waffen gegen die vermeintlichen „Regierungstruppen“ zu Wehr.

Nun will Frankreich rund 1.000 Soldaten – zusätzlich zu den 450 die bereits schon im Land sind und bisher nichts gemacht haben – in die ZAR entsenden, um „die Ordnung wieder herzustellen“. Wenn dem nur so wäre, könnte man ja halbwegs zufrieden sein. Es stimmt aber nachdenklich, daß sich der Westen immer stärker militärisch in Afrika festsetzten will und den gewachsenen chinesischen Einfluß in Afrika zurückdrängen will. Das erklärt auch, warum sich Frankreich um die „Ordnung“ keine Sorgen machte, als Bozize gestürzt wurde, aber nun plötzlich doch, als es darum geht die Regierung Djotodia zu retten. Diese ist offenbar pro-französischer eingestellt und Djotodia hat laut TAZ die Franzosen selbst um Hilfe gebeten. Erinnern wir uns an das Jahr 2011, als in der Elfenbeinküste der (knapp) wiedergewählte unbequeme sozialistische Präsident Laurent Gbagbo mit Hilfe von internationalen Truppen und dem pro-französischen Warlord Alessane Ouattara (ein Duz-Freund von Sarkozy) gestürzt wurde oder an Libyen, wo Revolutionsführer Muammar al-Ghaddafi ermordet und das ganze Land durch die NATO zerbombt wurde. Auch hier war Paris an vorderster Front tätig. Nach und nach schalten die westlichen Nationen afrikanische Herrscher aus, die nicht nach der Pfeife des transatlantischen Machtkartells tanzen. Tschads Präsident Idriss Déby hat dies bereits erkannt und versucht als afrikanischer Feldherr für die Franzosen unentbehrlich zu werden, während er allerdings im eigenen Land durch sein Militär die islamistischen Fußtruppen des Westens kleinhalten läßt.

Derzeit werden in unseren Medien namenlose, anonyme „Beobachter“ zitiert, die einen „Genozid“ in der ZAR herbeifabulieren. Auch die US-amerikanische „Nichtregierungsorganisation“ Human Rights Watch (HRW), welche Gelder von der US-Regierung erhält, schlägt Alarm. Aufgrund der propagandistischen Reklame, die HRW für den Libyen-Krieg mit Lügen oder Übertreibungen machte, ist die Glaubwürdigkeit dieser Gruppe in Zweifel zu ziehen. Der französische Außenminister Laurent Fabius bezeichnet die ZAR als „staatenloses Gebiet“ und spinnt die „gefährlichsten Milizen Afrikas“ herbei. So sollen sich nicht nur die sudanesischen Reitermilizen der „Djanjawid“ und die christlich-fundamentalistische „Widerstandsarmee des Herren“ (LRA) aus Uganda, sondern auch islamistische Kämpfer aus Libyen, Mali und Nigeria in der ZAR tummeln. Alles was man braucht, um eine Intervention zu rechtfertigen – welch ein Zufall!


K. Hanisch
November 2013

Dienstag, 26. November 2013



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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USA: 50 Jahre nach Kennedy-Mord unterliegen Ermittlungsakten noch immer der Geheimhaltung
26.11.2013. Derzeit geistern zahlreiche Berichte durch die Medien über die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy vor 50 Jahren, doch was kaum thematisiert wird, ist die Tatsache, daß ein Großteil der Ermittlungsakten immer noch unter Verschluß gehalten wird – so als könnte deren Brisanz das ganze System der USA ins Wanken bringen. Auch so banale Dinge wie die Steuererklärung des angeblichen Kennedy-Mörders Lee Harvey Oswald bleiben unter Verschluß, da Experten davon ausgehen, daß Oswald über eine Stroh-Firma der CIA Geld  für den Anschlag auf  Kennedy bekam, weil der die CIA entmachten wollte.






Libyen: Ältester Ghaddafi-Sohn meldet sich zu Wort – Grüner Widerstand im Aufwind
26.11.2013. Laut Mohammed al-Ghaddafi, dem ältesten Sohn des 2011 gestürzten Staatsoberhauptes Muammar al-Ghaddafi, befindet sich die „Grüne Bewegung“ (also die Anhänger der Jamahiriya) wieder auf dem Vormarsch, was an den erfolgreichen Protesten gegen die Milizen zu sehen sei – wobei nur ein kleinerer Teil der Demonstranten Jamahiriya-Anhänger gewesen sein dürften. Desweiteren beklagte Mohammed al-Ghaddafi, der bis 2011 die staatliche Telefongesellschaft leitete und jetzt im Exil im Oman lebt gegenüber der „Stimme Rußlands“, daß sich fremde Konzerne der libyschen Ölressourcen bemächigt haben und diese jetzt „absaugen“ und fügte hinzu, „nicht das Regime (seines Vaters, Anm.), sondern die Volksmacht“ sei gestürzt worden.







Frankreich: Anhaltende Massenproteste gegen Hollande-Regime 
26.11.2013. Der einst 2012 als Hoffnungsträger gewählte „sozialdemokratische“ Staatspräsident Francois Hollande verliert rapide an Rückhalt in der Bevölkerung wegen seiner neoliberalen, unsozialen Wirtschaftpolitik und seiner geistlosen Unterstützung militärischer Interventionen und Kriegsabenteuer (Mali, Syrien u.a.) und Zehntausende protestieren derzeit gegen die Politik seiner Regierung. Besonders Lehrer, Polizisten, Bauern und LKW-Fahrer, die Paris wichtige Straßen blockierten, sind bei den Protesten aktiv.








Pakistan: Imran Khan läßt NATO-Nachschubwege blockieren wegen Drohnenanschlägen 
26.11.2013. Um gegen die fortgesetzten Morde des US-Regimes durch Drohnenangriffe zu protestieren hat die in der Nordwestprovinz Khyber-Pakhtunkhwa regierende Gerechtigkeitspartei (PTI) des früheren Kricket-Stars und jetzigen Oppositionsführers Imran Khan zusammen mit ihren Koalitionspartnern aufgerufen, die Nachschubrouten der NATO nach Afghanistan zu blockieren. Über 10.000 Personen folgten dem Aufruf und versperrten friedlich die Nachschubrouten – da aber die NATO auf die Route durch die Provinz Belutschistan ausweichen kann, fordert Imran Khan nun eine landesweite Blockade.




Guinea-Bissau: Opposition kritisiert Wahltermin
25.11.2013. Die stärkste Oppositionspartei in Guinea-Bissau, die linke Partei der Sozialen Erneuerung (PRS) von Ex-Präsident Kumba Yala (2000-03) hat den Wahltermin für die nächsten Präsidentschaftswahlen im März 2014 – festgelegt durch die militärfreundliche Übergangsregierung – kritisiert, weil zu diesem Zeitpunkt die Cashew-Ernte (wichtigstes Exportgut des Landes) bereits in vollem Gange ist und so weniger Bauern an der Wahl teilnehmen werden. Kumba Yala, ein schrulliger Populist, der neben dem verstorbenen Libyer Muammar al-Ghaddafi zu den schrägsten afrikanischen Staatschefs der letzten 20 Jahre zählt, wurde 2003 vom Militär gestürzt und wird wohl wieder für die PRS antreten.

Samstag, 23. November 2013



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


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Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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Westliche Welt: Protest gegen Mainstream-Medien
23.11.2013. Tausende Menschen haben vor einigen Tagen vor den Hauptgebäuden großer Medien wie Fox News, BBC, CNN oder NBC in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien gegen die manipulative und verschleiernde Berichterstattung demonstriert. So hatten die genannten Massenmedien u.a. die Finanzkrise verharmlost und Lügen verbreitet, um Kriege gegen Libyen, Syrien und den Irak propagandistisch zu unterstützen.




Syrische Luftwaffe knallt debilen Berliner Gangsta-Rapper weg
23.11.2013. Der seit 2012 untergetauchte und zum radikalen Muslim gewandelte Berliner Gangsta-Rapper Deso Dogg wurde durch die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf sogenannte „Rebellen“ eliminiert. Tausende nützlicher Idioten aus dem Ausland hatten sich sowohl der pro-westlichen „Freien Syrischen Armee“ (FSA) als auch den den Islamisten-Brigaden im Dienste des Imperialismus angeschlossen, Deso Dogg war einer von vielen.




Libyen: Das Regime verpraßt, was Ghaddafi in Jahrzehnten gespart hat
22.11.2013. Diverse Gruppen verschiedener Ex-NATO-Söldner haben mehrere Erdölraffinerien besetzt und verlangen höhere Löhne, während die Produktion stillsteht und dem Land Exporteinnahmen verlorengehen. Doch es besteht kein Grund zur Sorge, so der Sprecher der Nationalen Ölgesellschaft, Mohammed Al-Hrairi, denn die Regierung habe ja Reserven für 20 (!) Tage und Löhne könnten aus der Rücklage des Staates bezahlt werden – so verpraßt das prowestliche Regime, was die Regierung des 2011 gestürzten und ermordeten Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi über Jahrzehnte angespart hat.