Mittwoch, 10. Oktober 2018



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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Frankreich: Marine Le Pen wehrt sich gegen Zwangspsychatrisierung
9.10.2018. Die französische Oppositionsführerin Marine Le Pen von der Nationalen Sammlungsbewegung (RN) wehrt sich gegen ein psychatrisches Gutachten, welches die Justiz angeordnet hat, weil Le Pen Fotos von Opfern der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) im Internet gepostet hat. Dabei ging es Le Pen aber darum, vor dem IS zu warnen und auf seine Verbrechen aufmerksam zu machen, nicht ihn zu bejubeln – insfern sollten eher über die Unterstützer und Sympathisanten des grausamen IS psychologische Gutachten eingefordert werden, nicht über seine Gegner.



Deutsche Position im Jemen-Krieg ist realitätsfremd!
9.10.2018. Seit mehr als drei Jahren hält die bewaffnete Bürgerbewegung Ansarullah (auch als Huthi-Rebellen bezeichnet) große Teile des Jemens einschließlich der Hauptstadt Sanaa besetzt, doch es ist einer internationalen Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens und der USA, die auch von Deutschland unterstützt wird, trotz eines brutalen Luftkrieges gegen die Huthis, nicht gelungen, die international anerkannte Regierung von „Präsident“ Abed Rabbo Mansur Hadi wieder ins Amt zu hieven. Wenn also eine ausgemergelte Rebellenarmee sich drei Jahre gegen eine Marionettenregierung, welche die Unterstützung der kompletten internationalen Gemeinschaft hat, halten kann, dann läßt daß nur den Schluß zu, daß die Huthis einen großen Rückhalt in der Bevölkerung geniesen und die „Regierung“ eben keinen mehr und völlig diskreditiert ist – was nun dazu führen sollte, daß man sich in der Bundesregierung Gedanken machen sollte, ob man weiterhin ein totes Pferd reiten will und auf Exil-Präsident Hadi setzen will, was den Krieg definitiv in die Länge zieht.



Punktsieg für NATO-Gegner: Mehrheit der Mazedonier stimmt nicht für Beitritt in NATO und EU!
2.10.2018. Nur 33,4% der Mazedonier gingen am Wochenende an die Wahlurne, um eine Entscheidung über einen NATO- und EU-Beitritt ihres Landes sowie dessen Umbenennung in „Nord-Mazedonien“ zu treffen, der Rest folgte dem Boykott-Aufruf des nationalkonservativen Präsidenten Gjorge Ivanov und anderen außerparlamentarischen Kräften wie der Linkspartei Levica, um zu verhindern, daß die Beteiligungsmarke von 50% überschritten wird. Da die Wahlbeteiligung unter 50% blieb, ist das Referendum ungültig, doch die „sozialdemokratische“ Regierung des US-gesteuerten Premiers Zoran Zaev hat angekündigt, das Land dennoch mit Gewalt in die EU und die NATO prügeln zu wollen und sich über die Meinung der Bürgerinnen und Bürger hinwegzusetzen.

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