Freitag, 4. November 2016



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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„Zu dritt gegen die Welt“: Philippinischer Präsident Duterte will Allianz mit China und Rußland
3.11.2016. Der radikalpopulistische Präsident und selbsternannte „Sozialist“ der Philippinen, Rodrigo Duterte, hat bei seinem Besuch in China nicht nur erklärt, der früheren Kolonialmacht USA den Stuhl vor die Tür stellen zu wollen, sondern auch – in der für ihn typischen, überschwänglichen Art – erklärt, nach Moskau zu fahren und seine Allianz mit China nun auch auf Rußland ausweiten zu wollen. "Vielleicht gehe ich auch nach Russland und sage es (Wladimir) Putin,“ rief Duterte und präzisierte: „Jetzt stehen wir zu dritt da gegen die Welt, China, Philippinen und Russland."



Im 46. Anlauf gewählt: Christenführer Michel Aoun wird Präsident von Libanon – Niederlage für Saudi-Arabien
3.11.2016. Der 81-jährige Gründer der stärksten christlichen Partei Freie Patriotische Bewegung (CPL) und frühere Ministerpräsident (1988-90), Michel Aoun ist u.a. mit den Stimmen der mit ihm verbündeten Hisbollah und der mit ihm verfeindeten Zukunftsbewegung von Saad Hariri, der enge Beziehungen zu Saudi-Arabien unterhält, im 46. Wahlgang (!!!) zum Präsidenten des Libanon gewählt wurden. In den meisten Massenmedien wird Aoun als „Wendehals“ dargestellt, weil er in den 80iger Jahren ein radikaler Gegner Syriens und Freund der USA war, während er heute Syriens Präsidenten Assad und den Iran unterstützt und mit der pro-iranischen Hisbollah alliiert ist, doch im Prinzip ist sich Aoun absolut treu geblieben: er war schon immer ein Gegner eines fremdbestimmten Libanon und so war er logischerweise in den 80iger und 90iger Jahren ein Feind der damaligen syrischen Besatzungsmacht und heute ein Gegner des saudischen Einflusses sowie der US-Kriegs- und Chaospolitik im Nahen Osten.
Aoun gehörte auch zu den Kritikern des sogenannten Arabischen Frühlings, der u.a. auch Libyen ins Verderben gestürzt hatte.



Korrupte UNO: Weltorganisation schwindelt Opferzahlen im Jemen herunter
3.11.2016. Nach der finanziellen Erpressung durch Saudi-Arabien (Verweigerung von Geldern), um eine Verurteilung der saudischen Aggression gegenüber dem Jemen durch die UNO zu verhindern, scheint die UN nun auch weiterhin nach der Pfeife der Saudis und der mit ihnen verbündeten USA zu tanzen und bagatellisiert die Zahl der Todesopfer durch die saudischen Luftangriffe. So sprach man vor einem halben Jahr von 10.000 getöteten Jemeniten, vor ein paar Wochen waren es nur noch 6.900 und diese Woche schreibt die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ unter Berufung auf die UNO von 4.000 Todesopfern – welch wundersame Auferstehung tausender toter Jemeniten durch saudische Erdöldollars! (Wenn es so weiter geht, sind die Opferzahlen bald im Plus, Anm. Red.)




Hillary Clinton, Stinger-Raketen und Bengasi-Gate

Die Wahrheit hinter der Wahrheit hinter der Wahrheit

Hillary Clinton. Neu geleakte Emails werfen ein völlig neues Licht auf die kriminellen Verstrickungen Hillary Clintons in Waffengeschäfte mit islamistischen Terroristen und die Vorgänge des Jahres 2012 in Bengasi

Wie bekannt, stürmten am 11. September 2012 radikal-islamistische Dschihadisten in Bengasi die US-Vertretung sowie die dazugehörige CIA-Einrichtung. Der Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner wurden getötet. Die US-amerikanische Einrichtung konnte sich 13 Stunden lang gegen die Angreifer halten, bevor sie überrannt wurde. Wiederholt hatte sie dringendst Hilfe angefordert, die aber blieb aus.
Über die damaligen Vorgänge gab es immer wieder verschiedene Version. Die offizielle und damit harmlose Lesart ist, dass die US-Administration mit einem unglaublichen Dilettantismus vorgegangen ist, für den die damalige Außenministerin Hillary Clinton verantwortlich zeichnete. Immer wieder wurde aber auch der Verdacht geäußert, dass von oberster Stelle verhindert worden war, dass den Bedrängten Luftunterstützung geschickt wurde. Zu dieser Zeit benutzte Clinton für die E-Mails, die sie in ihrer Funktion als Außenministerin versandte, nicht den offiziellen Server des US-Ministeriums, sondern einen privaten Server.
Laut geleakten Mails und Geheimdienstangaben soll sich die wahre Geschichte wie folgt abgespielt haben: Botschafter Christopher Stevens war beauftragt, Stinger-Missiles wiederzubeschaffen, die ohne Wissen des US-Kongresses an Ansar al-Scharia geliefert worden waren. Diesen Waffendeal soll Hillary Clinton mit dem privaten Waffenhändler Marc Turi ausgehandelt haben.
Die über die Schulter abzufeuernden Missiles seien in Afghanistan gelandet, wo sie prompt von den Taliban gegen US-amerikanische Soldaten eingesetzt wurden. Am 25. Juli 2012 soll ein US-Chinook-Hubschrauber von einer dieser Missiles abgeschossen worden sein. Dieser konnte noch notlanden und es gelang US-amerikanischen Waffensachverständigen, die Seriennummer der Missiles wieder lesbar zu machen. Diese Seriennummer führte zu einem Waffenlager, das die CIA in Katar angelegt hatte, und in dem sich auch Stinger-Raketen befanden.
Clinton und Obama, die langsam in Panik gerieten, beauftragten Christopher Stevens damit, die sich noch in den Händen von Ansar al-Scharia befindlichen restlichen Stinger-Raketen ausfinden zu machen und zurückzuholen. Dieser Job könnte Stevens nach Bengasi geführt haben. Bemerkenswert dabei: Nicht die CIA, sondern das amerikanische Außenministerium hatte diesen Raketen-Deal mit den terroristischen Islamisten abgeschlossen.
Doch wie erklären, dass islamistische Milizen, die man selbst bewaffnet hatte, nun die US-Einrichtungen in Bengasi angriffen und den Botschafter und drei weitere US-Amerikaner töteten? Man schob die falsche Behauptung vor, die Libyer wären durch ein Islam feindliches Video, das im Internet kursierte, so in Rage geraten, dass sie die US-Einrichtungen angegriffen haben.
Diese Lieferung von Stinger-Raketen an Terroristen ohne den Kongress auch nur zu informieren, geschweige denn sein Einverständnis einzuholen, bedeutet, Hillary Clinton hat Landesverrat begangen.
Dieses Verbrechen dürfte umso schwerer wiegen, wenn dadurch der eigene Botschafter und andere US-Amerikaner ums Leben kamen. Denn es könnte durchaus sein, dass die angeforderte Luftunterstützung in Bengasi ausblieb, weil Clinton Angst hatte, die US-Hubschrauber könnten mit Stinger-Raketen abgeschossen werden, die sie selbst an Ansar al-Scharia geliefert hatte.
Kein Wunder, dass Clinton ihren E-Mail-Verkehr über einen privaten Server abwickelte. Die digitalen Spuren für diese kriminellen Verstrickungen mussten gelöscht werden.

Angelika Gutsche, 29.10.2016



Die dunklen Machenschaften der H. Clinton



 

In den Medien wird momentan nur darüber berichtet, ob es statthaft ist, dass das FBI neue Ermittlungen gegen Hillary Clinton aufgenommen hat. Nicht zu interessieren scheint, welche neuen Anschuldigungen gegen Clinton vorgebracht werden. Doch was ist der Inhalt der geheimnisvollen E-Mails und Geheimdienstinformationen, die Hillary Clinton zu Fall bringen könnten? Diese Informationen finden sich im Netz.
So schreibt True Pandit[1], dass Hillary Clinton eine geheime Militärallianz zwischen den Vereinigten Staaten und al-Kaida Generälen geschmiedet hatte, um Libyens Muammar al-Gaddafi zu ermorden und Waffen an Terroristen in Libyen zu verteilen, die letztendlich bei IS-Kämpfern in Syrien gelandet sind.
True Pundit hat Interviews von Geheimdienstmitarbeitern, Clintons persönliche Emails, Wikileaks-Emails, geheime Gesprächsaufzeichnungen des Pentagon-Geheimdienstes und geheime Telegrammen des DIA (Defense Intelligence Agency) offengelegt. Daraus geht hervor:
Dass Clinton eine Partnerschaft zwischen dem US-Außenministerium und al-Kaida schmiedete, um Gaddafi zu ermorden.
Dass Clinton bekannte al-Kaida-Terroristen in Libyen bewaffnete und ausrüstete, die öffentlich den USA Feindschaft geschworen hatten, ein direkter Verstoß gegen die Politik der USA und ein Bruch der UN-Sicherheitsratsresolution 1973, die ein vollständiges Waffenembargo gegen Libyen zum Inhalt hatte.
Dass Clinton gemeinsam mit Präsident Obama Finanzmittel an al-Kaida fließen ließ, um die libysche Regierung zu stürzen und ihnen Waffen zu liefern, auch Panzer und schwere Artillerie, die letztendlich den Weg von Libyen zum IS in Syrien fanden.
Dass Clinton mit bekannten al-Kaida-Militärs verhandelte, um ihren Masterplan für Libyen in die Tat umzusetzen.
Dass laut Geheimdienstquellen angenommen wird, dass ein Teil dieser Waffen eingesetzt wurde, um am 11. September 2012 in Bengasi den amerikanischen Botschafter Christopher Stevens, den Offizier Sean Smith und zwei CIA-Beamte, beide ehemalige Navy Seals, zu ermorden.
Dass libysche Beamte so besorgt über die Waffenlieferungen des Außenministeriums an Rebellen waren, die enge Verbindungen mit al-Kaida hatten, dass sie die diplomatischen Gespräche mit Clintons Außenministerium stoppten und stattdessen direkt mit dem Pentagon zusammenarbeiteten.
Dass das Pentagon den Dienstweg über Clinton nicht einhielt, weil ihr hochrangige Militärs nicht mehr trauten.
Dass eine Mail, die von ihrem langjährigen Vertrauten Sidney Blumenthal im März 2011 an Clinton geschickt wurde, eine Liste mit Details über die an die libyschen ‚Rebellen‘ geschickten Waffen enthielt. Darunter befanden sich unter anderem: Granatwerfer, Maschinengewehre, tragbare Luftabwehrsysteme, Panzer.
Blumenthal erwähnte in der Mail auch, dass die Vereinigten Staaten nicht alleine handelten, als sie unter dem Vorwand einer humanitären Intervention den NATO-Krieg gegen Libyen begannen. Großbritannien, Frankreich und Ägypten (!) bewaffneten und bildeten zusammen mit den USA al-Kaida-Kämpfer im westlichen Teil Ägyptens und in den westlichen Vororten von Bengasi aus.
Diese Informationen wurden vom Geheimdienst des Pentagon bestätigt. Aus Aufzeichnungen von geheimen Telefongesprächen geht hervor, dass ein Insider der Gaddafi-Regierung in Tripolis zu einem Pentagon-Mitarbeiter gesagt hätte, dass Clinton und ihr Außenministerium planten, weiterhin libysche Rebellen und letztendlich al-Kaida zu bewaffnen. Dafür würden Millionen der eingefrorenen libyschen Vermögen verwendet werden.
Am 12. September, also einen Tag nach dem Angriff auf Botschafter Stevens in Bengasi, führte ein Telegramm der DIA Einzelheiten über Waffenlieferungen auf, die im Hafen von Bengasi verschifft wurden und nach Syrien gehen sollten.
Blumenthals Emails legen auch Zeugnis ab über die enge Beziehung zwischen den USA und dem Rebellengeneral Abdelfatah Younis, der in Ägypten mit dem französischen Geheimdienst zusammengearbeitet hat. Younis war mit einbezogen in die Planungen der Geheimdienstoperationen in Libyen und die Ermordung Gaddafis. Der Haribi-Stamm, aus dem Younis stammt, hatte bereits engere Beziehungen zu al-Kaida. Laut Geheimdienstquellen soll Younis, der den Rang eines Generals innehatte und später Innenminister in Libyen wurde, ein ehemaliger al-Kaida-Militär gewesen sein. Younis wurde noch 2011 getötet.
Als Clinton zu einem Treffen mit dem damaligen französischen Präsidenten Sarkozy und libyschen ‚Rebellen‘ nach Paris reiste, traf sie dort auch den libyschen Oppositionsführer Mahmoud Dschibril, ein enger Vertrauter von Younis und ebenfalls dem Haribi-Stamm angehörig. Beide hatten unter Gaddafi Ministerposten inne und beide sollen nach Geheimdienstinformationen definitiv Verbindungen zu al-Kaida gehabt haben. Dschibril war von März bis Oktober 2011 libyscher Premierminister (der „Rebellen“, Anm. KH).
Als Clinton im Januar 2013 von Rand Paul gefragt wurde, ob die USA an Waffenlieferungen von Libyen in andere Länder beteiligt gewesen seien, schwor sie dies ab.
True Pundit schreibt: Wäre der Angriff auf US-Amerikaner durch radikale Islamisten in Bengasi 9/11 2012 nicht erfolgt, wäre dies alles vielleicht nie ans Tageslicht gekommen.

Angelika Gutsche, 31.10.2016






[1] http://truepundit.com/hillary-clinton-supplied-cash-weapons-tanks-training-to-al-qaeda-to-kill-gaddafi-weaponize-isis-in-syria/

Mittwoch, 2. November 2016



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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Libyen: Tschadische Soldaten unterstützen General Haftar – für UNO-Kobler „Söldner“

1.11.2016. Der tschadische Präsident Idriss Déby hat Regierungstruppen zur Unterstützung des libyschen Militärchefs General Khalifa al-Haftar nach Ostlibyen geschickt, doch im Interview mit der Deutschen Welle (DW) bezeichnet der UN-Sondergesandte Martin Kobler diese Truppen als „tschadische Söldner“, was fatal an die Söldner-Lüge im Libyen-Krieg 2011 erinnert, als afrikanische Unterstützer Ghaddafis als „Söldner gebrandmarkt“ wurden und die zu Progromen an Schwarzen führte. Es würde Kobler aber niemals einfallen, die ausländischen Soldaten aus Italien, Großbritannien, den USA oder Frankreich, die sich mittlerweile in Libyen herumtreiben, als "Söldner“ zu bezeichnen oder jene aus Katar, die 2011 auf Seiten der sogenannten „Rebellen“ kämpften.

Donnerstag, 27. Oktober 2016



Safia Gaddafi wendet sich an die internationale Gemeinschaft

Libyen. Die Ehefrau von Muammar al-Gaddafi fordert die Herausgabe des Leichnams ihres Mannes und dessen ehrenhafte Bestattung

VivaLibyaWordpress veröffentlicht ihren Aufruf: „In Erinnerung an die NATO-Aggression gegen mein Land, die Libyen ins Chaos stürzte, und im Gedenken an meinen Mann, den Märtyrer, an meinen lieben Sohn und an die Menschen, die sie am 20. Oktober 2011 begleitet haben, als die NATO-Kräfte den Todeskonvoi des libyschen Revolutionsführers bombardierten und danach die Verletzten von einer Menschenmenge niedermetzelt wurde, die ich nur als kriminell bezeichnen kann.“
„Was diese Leute meinem Mann und meinem Sohn angetan haben, kann mit keiner Art von Religion gerechtfertigt werden. Aber es ist kein geringeres Verbrechen, dass die Überreste dieser Märtyrer immer noch vor ihren Familien versteckt werden. Dies ist in der ganzen Geschichte beispiellos.“
„Ich fordere, dass alle Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, der Europäischen Union und jeder, der direkten oder indirekten Kontakt mit diesen Mördern hat, sagen muss, wo sich die Überreste dieser Märtyrer befinden. Es muss den Angehörigen erlaubt werden, sie in einer ehrenhaften Weise zu bestatten. Daneben fordere ich die Afrikanische Union, deren Gründer Muammar Gaddafi war, dazu auf, den Mord an ihm und allen, die ihn begleiteten, zu untersuchen.“[1]


Die Herausgeber von VivaLibyaWordpress legen außerdem Wert auf die Feststellung, dass Muammar al-Gaddafi im Kampf gestorben ist. Er hätte sich aktiv am Kampf um Sirte beteiligt. Es sei eine Lüge der westlichen Propaganda, dass er sich in einem Graben versteckt habe.

Angelika Gutsche, 25.10.2016




[1] https://vivalibya.wordpress.com/2016/10/23/muammar-qaddafi-died-towering-head-held-high-after-an-armed-confrontation-with-nato-forces/


Gaddafi ist tot. Es lebe Gaddafi!

Zwei Verlautbarungen zum 5. Todestag des libyschen Revolutionsführers


Gaddaf al-Dam, der Cousin von Muammar al-Gaddafi, meldete sich in einem Interview ei RT zu Wort. Er beschuldigte den Westen des Mordes an Muammar al-Gaddafi und forderte eine Untersuchung über die damaligen Begleitumstände. Als Motiv des Westens nannte er die geplante Einführung eines Golddinars als Alternative zum US-Dollar sowie den Gaddafi-Plan, die Einheit der afrikanischen Staaten voranzubringen und die Kolonialmächte aus Afrika zu vertreiben.
Gegen Libyen seien 50.000 Luftangriffe geflogen worden. In dem Krieg seien 30.000 Libyer getötet worden.
Gaddafi habe die Herzen der Libyer, aber auch von vielen anderen Menschen auf der ganzen Welt gewonnen.
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JamahiriyaNewsAgency veröffentlichte ein Statement von Mustafa al-Elzaidi[1] (Libyan Popular National Movement LPNM), der auf RT über die seine Situation und die Situation Libyen berichtet. Besonders beklagt er, dass sich immer noch ein Drittel der libyschen Bevölkerung, etwa zwei Millionen Menschen, im Exil aufhalten und dass die Todesumstände von Revolutionsführer Gaddafi nie aufgeklärt wurden.
Al-Elzaidi:  Am 20. Oktober 2011 wurde ein Verbrechen begangen, weil durch die NATO-Aggression unser Revolutionsführer Gaddafi, dessen Sohn Mutasim und Verteidigungsminister Generalmajor Abu Bakr Junis Dschaber zusammen mit vielen anderen Menschen kaltblütig in Sirte ermordet worden sind. Nachdem ausländische Kräfte Tripolis am 20.8.2011 zu Fall gebracht hatten, musste ich Ende September Libyen verlassen, zunächst emigrierte ich nach Algerien, dann nach Ägypten, später noch an andere Orte. Zu dieser Zeit wurden viele Menschen getötet, gefangen genommen und gefoltert. Viele andere mussten so wie ich aus dem Land fliehen, da unmittelbar auf den Fall von Tripolis ein großes Chaos folgte. Es gab kein System mehr, nichts mehr, nur noch Terroristen, die alles kontrollierten und mordeten. Drei, vier meiner Kameraden wurden gefangen genommen und anschließend ermordet.
Wie jeder im Fernsehen sehen konnte, wurde auch Gaddafi lebend gefangen genommen, und dann von katarischen oder französischen Kräften, da ist man nicht ganz sicher, aber es gab eine ausländische Beteiligung an der Ermordung Gaddafis und an der von Bruder Mutasim [Sohn Gaddafis, Oberstleutnant in der libyschen Armee], ermordet. Was am 20. Oktober 2011 geschehen ist, war ein echtes Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wir appellieren an alle fortschrittlichen Länder und professionellen Organisationen eine Untersuchung der damaligen Geschehnisse zu fordern. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein Anführer während einer Invasion getötet und anschließend wurde nicht einmal der Versuch unternommen, dies zu untersuchen. Wir beschuldigen Frankreich und die USA, dort persönlich Hillary Clinton, sowie die Regierung von Katar, für diese Handlungen verantwortlich zu sein.
Die Armee ist inzwischen im Osten Libyens auf dem Vormarsch und befreit ihn gerade von Terroristen. Viele Menschen kehren bereits in das östliche Libyen zurück, ich bleibe allerdings noch im Exil. Seit 2011 sind mehr als zwei Millionen Libyer ins Exil gegangen. Darüber wird nicht gesprochen. Das ist ein Drittel der Bevölkerung, das sich im Exil befindet! Davon sind eine Million in Ägypten, 800.000 verteilen sich auf Tunesien, Marokko, Algerien, Jordanien, Tschad und Niger. Einer davon bin ich.
Die kapitalistischen westlichen Medien vermittelten von Gaddafi ein Bild als Diktator, der Menschen tötete und die Menschenrechte missachtete. Tatsächlich aber war Gaddafi der Revolutionsführer eines progressiven Landes. Er baute ein Libyen auf, das aus der Kolonialzeit kam. Die Italiener hatten Libyen kolonialisiert. Sie verübten Massaker. Wir waren nur zehn Jahre unabhängig gewesen, die Kontrolle in dieser Zeit hatten die Amerikaner und Briten mit ihren Militärbasen, die wichtigsten Städte wie Tripolis und Bengasi kontrollierten die Italiener. Sie besetzten auch alles fruchtbare Land und die wirtschaftlich wichtigen Einrichtungen.
Um das Land von der westlichen Herrschaft zu befreien und wahre Demokratie einzuführen, führte Gaddafi 1969 eine Revolution an. Basis- bzw. direkte Demokratie, die Herrschaft des Volkes, die Grüne Ideologie, der Ruf nach einer neuen Art von Demokratie, die dem Menschen helfen sollte, am politischen Prozess teilzunehmen. Und was passierte? Man nannte Gaddafi einen Diktator! Warum dauerte es wohl so lange, bis die westlichen Alliierten Gaddafi stürzen konnten? Acht Monate lang wurde Libyen bombardiert! Was ist die Stärke von Gaddafi? Seine Stärke war immer das Volk. Die Libyer sind wirklich für die Ideologie von Gaddafi, sie unterstützen sie und sie kämpften für sie.
Gaddafi hat nicht für sich selbst gekämpft. Das ist nicht wahr, das ist westliche Propaganda. Er kämpfte für sein Land, für die Unabhängigkeit seines Landes. Es gab nie einen echten Aufstand in Libyen. Es waren terroristische Gruppierungen, die die USA geschaffen hatten. Die USA hatten einen Plan für den Nahen Osten und für Nordafrika. Jeder weiß das. Es begann im Irak, Syrien, Libyen, Tunesien, Ägypten, überall. Libyen war kein Einzelfall.
Was passierte? Es gab organisierte terroristische Gruppierungen, die von den westlichen Ländern in Afghanistan und anderswo ausgebildet worden waren, und die in Libyen eingeschleust wurden, um einen „Aufstand“ anzuzetteln. Schon in den ersten zehn Tagen [am 26. Februar 2011] wurde die UN-Resolution 1970 [Wirtschaftssanktionen, Waffenembargo, Einfrierung von Bankkonten, Reiseverbote] beschlossen, die Libyen ein Totalembargo auferlegte und die komplette Einfrierung aller libyschen Guthaben vorsah. Nur einen Monat später [am 17. März] kam es zur UN-Resolution 1973, die eine Militärintervention erlaubte. Was war passiert? Bereits vor der Resolution hatte die französische Armee Bengasi und andere Orte bombardiert. Heute sehen wir das Ergebnis dieser Propaganda. Wäre es ein echter Aufstand gewesen, bei dem das Volk einen Diktator losgeworden wäre, gäbe es heute einen demokratischen Staat.
Gaddafi kämpfte 2011 genau gegen das, was heute aus Libyen geworden ist. Heute ist Libyen ein gespaltenes Land, das von terroristischen Gruppierungen gehalten wird. Und jeder weiß das. Die westliche Politik ist dabei, den Nahen Osten und das, was wir die arabischen Länder nennen, wegen Israel in ein Chaos zu stürzen. [Sie denken] Israel wird erfolgreicher sein, wenn in den arabischen Ländern Chaos herrscht. Ich glaube aber, dass das nicht stimmt.
Die westlichen Länder sind politisch, moralisch und von der Legalität her verantwortlich für das, was in Libyen passiert. Mrs. Clinton kam nach Libyen, Mr. Sarkozy und Mr. Cameron waren hier oft zu Besuch. Sie kontrollierten, was 2011 in Libyen passiert ist. Und sie sind dafür verantwortlich, was in Libyen seither passiert.
Was ist heute in Libyen los, in ganz Nahost? In Libyen spielt sich heute eine komplette humanitäre Katastrophe ab. Es werden keine Gehälter gezahlt, es gibt keine Elektrizität, keine Medikamente. Es gibt nichts. Libyen war eines der reichsten Länder der Region und jetzt müssen die Menschen fast hungern. Darin besteht die humanitäre, moralische und legislative Verantwortung der westlichen Länder. Sie versuchen, durch terroristische Gruppen das Land in einen Hinterhalt zu locken. Alles, was über diese Regierungen gesagt wird, ist Unsinn, Dekoration. Es gibt keine echte Regierung in Libyen. Drei Regierungen? Was in Libyen wirklich passiert, das ist, das jede Stadt in Libyen von einer Terrorgruppe oder von regionalen Milizen kontrolliert wird, auch Tripolis.
Vor zwei Tagen ist in Tripolis Folgendes passiert: Khalifa Gweil, der ein Premierminister von ich weiß nicht was war, hat einen Coup gegen Mr. Sarradsch ausgeführt, der ein von Mr. Léon und Mr. Kobler kreierter Premierminister war. Die tatsächliche Macht haben aber Milizen, die den Großteil von Tripolis kontrollieren.
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Daneben gibt es noch ein Gespräch der amerikanischen Journalistin Susan Lindauer mit Mohamed Fatah, eine libysche Aktivistin. Es geht dabei unter anderem um die Rolle von Hillary Clinton im Libyen-Krieg und deren Unterstützung für die Moslembrüder. Gerade Clinton, die sich als Feministin und Vorkämpferin für Frauenrechte aufspielt, habe den Frauen in Libyen alle Rechte genommen. Unter Gaddafi konnten Frauen abends ausgehen, in Clubs oder auf Partys. Heute müssten sie Angst haben, vergewaltigt oder entführt zu werden. Sie mussten kein Kopftuchtragen und es war ihnen sogar möglich, in kurzen Shorts auf die Straße zu gehen. Heute gebe es wieder erzwungene Frühehen, während unter Gaddafi Frauen erst ab 18 Jahren heiraten durften und nicht zur Ehe gezwungen werden durften. Selbstverständlich war es ihnen erlaubt, Auto zu fahren, sie hatten eigene Häuser und Kreditkarten besessen. Sie waren dem Mann gleichgestellt und sie waren gleichbezahlt. Ihnen standen alle Jobs offen, etliche Frauen waren in hohen Positionen, viele arbeiteten als Ärztinnen, Rechtsanwältinnen und Ingenieurinnen. Die Kinder blieben nach der Scheidung bei der Mutter, solange diese sich nicht anderweitig wieder verheiratete. Als die Islamisten 2011 an die Macht kamen, war das erste Gesetz, das sie am 1. Tag verabschiedeten, die Aufhebung der frauenfreundlichen Scheidungsgesetze. Millionen Frauen hätten ihre Rechte wegen Hillary Clinton verloren.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs erfährt der Hörer einige interessante Details, so zum Beispiel, dass Gaddafi im Vorwahlkampf für das Präsidentenamt der USA 2008 Obama finanziell unterstützte, nicht aber Clinton oder ihre Stiftung.
Fatah rechnet es Gaddafi als Fehler an, dass die Menschen in Libyen vor 2011 nicht darüber informiert worden waren, dass al-Kaida im Land war und welche Gefahr sie darstellte. So seien sie von deren Existenz 2011 total überrascht worden.
Das Gespräch dreht sich auch um die bekannten Gründe, warum der Westen Gaddafi stürzte: wegen seines Plans zur Einführung des Golddinars, seines Einsatzes für ein starkes Afrika, die großen Öl- und Wasservorkommen in Libyen. Interessant: Die Bombardements auf Libyen begannen noch im Februar 2011, im März 2011 wären die Verträge mit den ausländischen Ölfirmen ausgelaufen.
Die westlichen Journalisten, die sich während des Kriegs und danach in Libyen aufhielten, müssten als Kriegsverbrecher bezeichnet werden. Sie hätten sich geweigert, die Gräueltaten der sogenannten ‚Rebellen‘ zur Kenntnis zu nehmen und zu dokumentieren.
Fatah sagte, die USA würden in Sirte den IS nicht nur nicht bekämpfen, sondern ihm sogar helfen.
In dem Gespräch geht es natürlich auch noch um den amerikanischen Wahlkampf, um die Lage in Europa und um die Berichterstattung in den westlichen Medien.


Angelika Gutsche, 24.10.2016


[1] Mustafa al-Elzaidi war ehemals libyscher Gesundheitsminister, heute ist er der Komitee-Koordinator des Libyan Popular National Movement (LPNM)

Dienstag, 25. Oktober 2016



LIBYEN-KURZMELDUNGEN


Die Kurzmeldungen zu Libyen sind der Website www.welt-im-blick.de entnommen und laufen dort unter der Rubrik "Kurz und knapp in zwei Sätzen".
Der Libyen-Krieg stellte den Beginn einer neokolonialen Offensive des Westens gegen Afrika dar. Ihm vorangegangen war 2011 bereits der französische Kampfeinsatz gegen die Elfenbeinküste. Nun ist Syrien das nächste Opfer. Deswegen werden wir auch über diese Konflikte und die westliche Destabilisierungspolitik in Afrika berichten.

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US-Regimekritiker befürchtet pro-amerikanischen Putsch auf den Philippinen
25.10.2016. Dr. Paul Craig Roberts, Wirtschaftsexperte und stellvertretender US-Finanzminister unter Ronald Reagan, ist heute ein kritischer Kommentator und Beobachter des US-Regimes und befürchtet, daß die USA einen Putsch gegen den im Juni 2016 gewählten philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte anzetteln könnten. Grund dafür sind unter anderem die Äußerungen des Nationalisten und selbst ernannten „Sozialisten“ Duterte, daß sich die US-Truppen aus den Philippinen zurückziehen sollen, doch US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat bereits diplomatisch verklausuliert durchklingen lassen, daß die USA nicht daran denken, der Aufforderung der philippinischen Regierung Folge zu leisten und ihren „Bündnisverpflichtungen“ (die keiner mehr will) „nachkommen werden“.



Endlich: Burundi und Südafrika wollen bei zweifelhaftem Internationalen Strafgerichtshof aussteigen
25.10.2016. Das Parlament Burundis hat dieser Tage den Ausstieg aus dem sogenannten „Internationalen Strafgerichtshof“ (IStGH) mit Sitz in Den Haag beschlossen und auch die südafrikanische Regierung kündigte einen Rückzugsprozeß, der ein Jahr dauern soll, aus dem IStGH an, da dieser nicht mit den Bemühungen Südafrikas für Frieden auf dem afrikanischen Kontinent vereinbar sei. Der IStGH wird von vielen Afrikanern als neokoloniales Instrument betrachtet, da er fast ausschließlich Afrikaner oder Serben (bzw. die Gegner des Westens) verurteilt, während westliche Kriegsverbrecher wie Henry Kissinger, Barack Obama, Tony Blair, George W. Bush, die Clintons, Nicolas Sarkozy oder Joschka Fischer nicht damit rechnen müssen, für ihre Kriege und Massenmorde durch den IStGH zur Verantwortung gezogen zu werden.
Auch die Staatsführungen von Libyen und von der Elfenbeinküste - beide antikolonial eingestellt - wurden 2011 vor dem IStGH angeklagt - im Falle Libyens wurde Staatschef Ghaddafi vorher ermordet, der Prozeß gegen Laurent Gbagbo, gewähltes und 2011 gestürztes Staatsoberhaupt der Elfenbeinküste, läuft noch.